Aktualisiert 27.09.2005 23:47

Run auf Kids von Promis

Ruhm hin, Geld her: Das höchste Gut von Promis sind oft ihre Kinder. Um diese vor Paparazzi oder Kriminellen zu schützen, tun sie viel. Die Beckhams entfernten das Konterfei ihres Youngsters sogar von Schulfotos.

In Santa Monica gab es am 14. September kein Durchkommen. In Scharen drängten sich Fotografen um das Spital, wo Britney Spears soeben einen Sohn zur Welt gebracht hatte. Die Bemühungen, das Neugeborene zu knipsen, waren allerdings umsonst. Bilder des Babys gibt es, wie auch im Fall Heidi Klums, bis heute keine.

Um ihre Kinder vor neugierigen Blicken zu schützen, müssen berühmte Eltern immer drastischere Massnahmen ergreifen. «Wenn ich einen Paparazzo erwische, der meine Kids fotografiert, beisse ich ihm die Nase ab», drohte Schauspieler Johnny Depp kürzlich.

Was ulkig klingt, hat einen ernsten Hintergedanken: die Privatsphäre der Kinder zu wahren, sie im Extremfall gar vor Kriminellen zu schützen. Deshalb haben die Beckhams das Konterfei ihres Sohnes jetzt sogar von einem Klassenfoto entfernt.

Was die Rechtsprechung betrifft, «wird der Anspruch auf Privatsphäre bei Kindern konsequent umgesetzt», kommentiert Eugen Marbach, Titularprofessor für Privatrecht an der Uni Bern, die Problematik.

«Schliesslich haben die Kinder sich den Prominentenstatus nicht ausgesucht.» Wie und wann Eltern eingreifen, falls ihr Kind trotzdem in der Presse abgebildet wird, ist aber letztlich ihr Entscheid. «Viele Prominente gehen ja eine enge Symbiose mit den Medien ein», so Marbach. Den Preis dafür zahlen die Kinder.

(dia)

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