Passagiere gestrandet – «Jetzt harren wir am Terminal aus und müssen auf Matten schlafen»

Aktualisiert

Passagiere gestrandet«Jetzt harren wir am Terminal aus und müssen auf Matten schlafen»

Weil die chinesische Millionenstadt Shanghai in einen Lockdown gegangen ist, sind seit Sonntagabend rund hundert Menschen am Flughafen Zürich gestrandet. Wann sie nach Hause fliegen können, ist ungewiss.

von
Florian Osterwalder
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Die Passagiere und Passagierinnen halten Plakate mit der Aussage «I want go home» in die Höhe.

Die Passagiere und Passagierinnen halten Plakate mit der Aussage «I want go home» in die Höhe.

20min/News-Scout
Laut dem News-Scout wurde der Flug 30 Minuten vor Abflug annulliert. 

Laut dem News-Scout wurde der Flug 30 Minuten vor Abflug annulliert. 

20min/News-Scout
Einige der Passagiere und Passagierinnen haben Schutzanzüge an. 

Einige der Passagiere und Passagierinnen haben Schutzanzüge an. 

20min/News-Scout

Darum gehts

  • Rund 30 Minuten vor Abflug wurde der Flug annulliert.

  • Dies, weil in der Millionenstadt Shanghai ein Lockdown ausgerufen wurde.

  • Laut der Swiss wird an einer Lösung für die gestrandeten Passagiere gearbeitet.

Mit Omikron erlebt China die schlimmste Infektionswelle seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren. In zwei Schritten wird Shanghai dichtgemacht und durchgetestet. Dies hat nun auch Auswirkungen auf ungefähr 100 Passagiere und Passagierinnen des Swissflugs LX188 von Zürich nach Shanghai. Ein 20-Minuten-News-Scout berichtet von chaotischen Zuständen am Flughafen. «Am Sonntagabend rund 30 Minuten vor dem geplanten Abflug hiess es, dass man nicht abheben kann. Der Flug wurde gecancelt. Jetzt harren wir am Terminal aus und müssen auf Matten schlafen.»

«Wir frieren und möchten eine Heizung»

Gegenüber 20 Minuten bestätigte ein Mediensprecher der Swiss, dass der Flug annulliert wurde. Die Passagiere wollten von Brasilien über Zürich zurück nach Shanghai fliegen. «Wegen des Lockdowns in Shanghai fliegen wir den Pudong International Airport nicht an.» Die Swiss führe laufend eine Lagebeurteilung durch, ein nächster Entscheid wird am Dienstag gefällt. Man fliege viermal pro Woche nach Shanghai, drei Cargo-Flüge und ein Passagierflug, heisst es weiter von der Airline. «Die Passagiere wurden über die Situation in Shanghai aufgeklärt. Wir haben allen Passagieren angeboten, wieder zurück nach São Paulo zu fliegen. Dies wurde jedoch von ihnen abgelehnt», so der Mediensprecher der Swiss.

Laut dem Flughafen Zürich sind rund 100 Passagiere des Swissflugs LX 188 von Zürich nach Shanghai zurzeit gestrandet. «Einige von ihnen haben kein Visum und können daher nicht in die Schweiz einreisen», sagt Sprecherin Bettina Kunz. Gemäss Kunz habe man den Passagieren Liegemöglichkeiten, Verpflegung und Internet zur Verfügung gestellt.

Wie Bilder des News-Scouts zeigen, warten rund hundert Menschen am Gate. Sie halten Plakate in die Höhe, wo draufsteht «I want go home». Einige Passagiere und Passagierinnen tragen einen Schutzanzug. Andere schlafen am Boden auf Matten. «Es ist sehr kalt hier, wir möchten eine Heizung», fordert der News-Scout.

Die Stimmung vor Ort sei gereizt, viele Passagiere möchten nicht mehr länger warten. «Weil jedoch nur eine Maschine pro Woche von Zürich nach Shanghai fliegt, gehen viele davon aus, dass wir noch länger hier warten müssen», sagt der News-Scout.

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