Schelte: Rundumschlag des Kaisers gegen die Bayern
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SchelteRundumschlag des Kaisers gegen die Bayern

Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer ist derzeit nicht gut auf den Verein zu sprechen. Er geht mit den Bossen und Spielern hart ins Gericht.

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heg
Franz Beckenbauer ist wütend auf die Bayern. (Bild: Keystone)

Franz Beckenbauer ist wütend auf die Bayern. (Bild: Keystone)

Franz Beckenbauer meldet sich wieder einmal zu Wort. Der Ehrenpräsident von Bayern München hadert vor allem mit den schwachen Auftritten des Teams und kritisiert die Vereinsführung. Ihr Auftreten nach der Kritik an Trainer Jupp Heynckes ist dem Kaiser ein Dorn im Auge.

Beckenbauer kennt Bayern München in- und auswendig. Der langjährige Spieler und Präsident weiss, wie der Karren beim deutschen Rekordmeister läuft. Was momentan passiert, kann der 66-Jährige nicht verstehen. «Wenn man ein paar Spiele verliert, brodelt die Gerüchteküche. Das ist schon seit 40 Jahren so. Es wäre vielleicht besser gewesen, man hätte das ignoriert», sagte Beckenbauer bei «Sat1».

Am Mittwoch hatte sich der Bayern-Vorstand gegen die anhaltenden Spekulationen um Trainer Heynckes gewehrt und den «Gerüchte-Journalismus aufs Schärfste» verurteilt. Im gleichen Atemzug stärkten die Bosse dem Trainer demonstrativ den Rücken: «Wir haben vollstes Vertrauen in Jupp Heynckes und seine Arbeit.»

«Keiner spielt momentan normal»

Wenig Vertrauen hat Beckenbauer aktuell in die Mannschaft. «Keiner spielt momentan normal. Keiner bringt seine Leistung. Alle spielen unter Niveau», wetterte der Kaiser. Das hitzige Wortgefecht beim 0:2 der Bayern in Leverkusen zwischen den Nationalspielern Thomas Müller und Jerome Boateng wertete er als «Zeichen der Unzufriedenheit». Derartige Probleme sollte man «besser in der Kabine behandeln».

Im weiteren betonte Beckenbauer, dass der März der Monat der Wahrheit sei. Es könne alles verspielt, aber auch der Grundstein für grosse Erfolge gelegt werden. Der Kaiser geht davon aus, dass die Bayern in der Champions League gegen Basel weiterkommen. Das Titelrennen in der Bundesliga hält er wegen dem Sieben-Punkte-Rückstand auf Dortmund für entschieden.

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