Japan-Games: Runter mit den Klamotten!

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Japan-GamesRunter mit den Klamotten!

Sexy oder sexistisch? Wahrscheinlich beides. In zwei neuen Games aus Fernost muss so lange gekämpft werden, bis die Fetzen fliegen.

von
Ill-FiL

Sie spielen sich wie digitalisierter Hohn auf die ganze verworrene Gamergate-Debatte. Die beiden aus Japan stammenden Spiele «Senran Kagura: Shinovi Versus» und «Akiba's Trip». Bei beiden Titeln geht es nämlich darum, Gegner zu bekämpfen und sie zu entblössen. Überraschenderweise steckt dabei in beiden Spielen mehr als nur eine virtuelle Stripshow.

100 Prozent Frauenquote: «Senran Kagura: Shinovi Versus»

Das Beat'em up «Senran Kagura: Shinovi Versus» ist im Kern ein Prügelspiel, das sich in Sachen Gameplay irgendwo zwischen «Dynasty Warriors», «Dragonball Z» und «Soul Calibur» bewegt. Das Spiel bietet zahlreiche wählbare Charaktere, allerdings nur weiblichen Geschlechts. Der Grund dafür dürfte weniger in der Story des Games zu suchen sein, als dass es beim Daddeln viel mehr darum geht, der Kontrahentin nicht nur ordentlich auf die Omme zu geben, sondern sie so arg mit Schlag-Combos einzudecken, dass ihr die auf sie niederprasselnden Spezial-Angriffe gleich auch noch die Kleider vom Leib fetzen. Ist die Gegnerin besiegt respektive entblösst, gibts Erfahrungspunkte und die nächste Kleider-Zerreiss-Probe steht an.

Neben Kleider-Zerfetz-Orgien kann man seine Kämpferin nach Lust und Laune umziehen, ihr währenddessen unters Röckchen gucken und sich durch zahlreiche Visual-Novel-Sequenzen drücken. Vier Mädchen-Schulen können besucht respektive durchspielt werden, wobei jede aus 25 Leveln besteht.

Wer seine Lieblings-Klopperin indes nicht nur unter der Robe etwas besser kennen lernen möchte, darf auch ihre charakterspezifische Geschichte nachspielen - oder besser: nachprügeln. «Senran Kagura: Shinovi Versus» gibts für PS Vita. Kostenpunkt: Rund 25 Franken

Nackte Zombies: «Akiba's Trip: Undead and Undressed»

Schon der Name macht keinen Hehl bezüglich des zu erwartenden Spielinhalts: Im Rollenspiel «Akiba's Trip: Undead and Undressed» geht es darum, synthetische Vampire ausfindig zu machen und zur Strecke zu bringen. Diese unliebsamen Zeitgenossen streifen in Tokios In-Bezirk Akihabara (kurz Akiba) umher und müssen schleunigst vernichtet werden, saugen sie doch der Bevölkerung sowohl Lebensenergie als auch Enthusiasmus ab. Da gibts nur eines: die Fieslinge auf offener Strasse am helllichten Tag stellen, niederprügeln und ihnen die Kleider vom Leib reissen.

Bemerkenswert am Spiel ist neben der nackten Haut auch der akribisch modellierte Stadtbezirk Akihabara, der trotz der etwas flachen Anime-Optik durch seine Authentizität zu überzeugen vermag. Interessant machen den Titel auch die verschiedenen möglichen Enden. Je nachdem, wie man sich nämlich in Situationen verhält und wen man sich als Partner für seine Streifzüge durch Tokio aussucht, nimmt das Spiel einen anderen Verlauf.

Das Game überrascht durch seine nicht erwartete Komplexität. Klar, dieses Prügel-Rollenspiel mit Titeln wie «Skyrim» zu vergleichen, wäre des Guten definitiv zu viel. Der Vorteil von «Akiba's Trip» ist aber, dass man eigentlich von Anfang an weit weniger von dem Spiel erwartet, als es im Endeffekt zu bieten hat. Nicht zuletzt, weil hier das gewaltsame Entkleiden der Vampire tatsächlich einen Sinn hat.

«Akiba's Trip: Undead and Undressed» gibts für PS3 und PS Vita für je 55 Franken. Die PS4-Version wurde für 2015 angekündigt.

Und wer jetzt bei der Lektüre dieses Artikels respektive auf die beiden vorgestellten Spiele mit Verständnislosigkeit reagiert, kann sich hier informieren, warum er oder sie von japanischen Games überfordert ist.

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