Russische Mobilmachung: Russe lässt sich das Bein brechen, um Militärdienst zu entkommen

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Russische MobilmachungRusse lässt sich das Bein brechen, um Militärdienst zu entkommen

Nach der Teilmobilmachung greifen einige Russen offenbar zu drastischen Mitteln, um einem Einsatz in der Ukraine zu entkommen. So soll sich ein Mann ein Bein gebrochen haben lassen, um untauglich zu werden.

von
Benedikt Hollenstein
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Nach Bekanntgabe der russischen Teilmobilmachung sind Zehntausende Menschen dabei, dass Land so schnell wie möglich zu verlassen.

Nach Bekanntgabe der russischen Teilmobilmachung sind Zehntausende Menschen dabei, dass Land so schnell wie möglich zu verlassen.

AFP
Andere greifen zu weit drastischeren Mitteln. Bereits gingen mehrere Rekrutierungsbüros in Flammen auf, nun sorgt ein Video für Aufsehen. (Symbolbild)

Andere greifen zu weit drastischeren Mitteln. Bereits gingen mehrere Rekrutierungsbüros in Flammen auf, nun sorgt ein Video für Aufsehen. (Symbolbild)

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Darum gehts

Das Video ist schon beim Zusehen schmerzhaft: Ein junger Mann sitzt am unteren Ende einer Treppe, seinen Fuss hat er seitlich auf den untersten Treppentritt gelegt. Plötzlich springt eine schwarz gekleidete Person mit beiden Füssen und vollem Körpergewicht auf das Bein des sitzenden Mannes. Es ertönen Schreie, schmerzentbrannt wälzt sich der Mann am Boden. Sein Freund verdeckt währenddessen sein Gesicht, scheint selbst kaum glauben zu können, was er gerade getan hat. «Das war hart. Wir haben den Knochen garantiert gebrochen, Max», sagen die Freunde zum Ende des Videos.

Der Grund für die scheinbar sinnlose Tat dürfte die russische Teilmobilmachung sein, die kürzlich von Putin verkündet wurde. Seither geht bei viele Russinnen und vor allem Russen die Angst um. Während viele das Land verlassen, um einem Einzug ins Militär zu entkommen, greifen andere scheinbar bereits auf weit drastischere Methoden zurück, wie die «Bild» schreibt.

Brände und Angriffe

So gab es in den russischen Medien auch Berichte über mehrere Rekrutierungszentren, die in Brand gesteckt wurden. An einem anderen Standort hat ein Mann gar das Feuer auf einen Rekrutierungsoffizier der  russischen Armee eröffnet, wie die «Washington Post» berichtet. Gut möglich also, dass dieser Fall von Selbstverstümmelung nur einer von vielen ist, in denen Russen sich lieber selbst Schaden zufügen oder ihr Land möglicherweise für immer verlassen, statt für die Ziele des Kremls in der Ukraine zu kämpfen und dort womöglich ihr Leben zu lassen.

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