Aktualisiert 25.03.2019 07:13

Mit Drogen betäubt

Russe will Orang-Utan-Baby aus Bali schmuggeln

Am Flughafen von Bali ist den Behörden ein Russe ins Netz gegangen, der einen betäubten Orang-Utan schmuggelte. Er gab an, ihn als Haustier halten zu wollen.

von
vro

Auf der indonesischen Ferieninsel Bali haben Flughafenbeamte einen jungen Orang-Utan vor der illegalen Ausfuhr gerettet. Die Beamten stiessen bei der Untersuchung des Gepäcks eines russischen Touristen auf den etwa zwei Jahre alten Menschenaffen.

1 / 8
Ein Russe hat am Samstag, 23. März 2019, versucht, ein Orang-Utan-Baby aus Indonesien zu schmuggeln.

Ein Russe hat am Samstag, 23. März 2019, versucht, ein Orang-Utan-Baby aus Indonesien zu schmuggeln.

epa/Denpasar Quarantine Agency Handout
Er hatte das Tier für die Reise mit Drogen betäubt.

Er hatte das Tier für die Reise mit Drogen betäubt.

Bksda Bali
Doch am Flughafen von Bali entdeckten die Sicherheitsbeamten das Tier.

Doch am Flughafen von Bali entdeckten die Sicherheitsbeamten das Tier.

epa/Denpasar Quarantine Agency Handout

Das Jungtier lag betäubt in einem Rattankorb, wie die Zeitung «The Jakarta Post» am Wochenende berichtete. Der Russe wurde wegen versuchten Schmuggels festgenommen. Er behauptete laut der Zeitung, das Tier für 3000 US-Dollar gekauft zu haben. Ein Freund habe ihm gesagt, es sei in Ordnung, den Affen als Haustier mit nach Russland zu nehmen.

«Umgang ist unmenschlich»

Auch bei Orang-Utans sind zwei Jahre noch ein Kleinkind-Alter, in dem die Tiere eng bei der Mutter leben. Die Menschenaffen zählen zu den stark bedrohten Arten. In Freiheit leben sie nur noch auf der indonesischen Insel Sumatra und der teilweise zu Indonesien zählenden Insel Borneo.

Der Chef der Quarantäne-Abteilung des Flughafens, Dewa Delanata, bezeichnete den Umgang des Russen mit dem Tier in der Zeitung als «unmenschlich». Der Orang-Utan sei mit Drogen betäubt worden, so dass er zwei bis drei Stunden bewusstlos in der Rattankiste lag.

Auch Geckos und Echsen waren im Gepäck

Der Tourist habe Spritzen und Betäubungsmittel bei sich gehabt, um sie dem Affen bei der Zwischenlandung in Südkorea zu verabreichen. Das Junge wurde in die Obhut der balinesischen Naturschutzbehörde gegeben. Im Gepäck des Russen fanden die Behörden laut «Jakarta Post» auch noch zwei Geckos und fünf andere Echsen. (vro/sda)

Fehler gefunden?Jetzt melden.