Aktualisiert 06.02.2014 10:33

Drohbrief

Russen wollen Ski-Ass Schild entführen

Angst um Bernadette Schild und Janine Flock: Das Ski-Ass und die Skeletonpilotin werden bedroht, in Sotschi entführt zu werden. Eine Krisensitzung wurde einberufen.

von
hua

Das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) hat offenbar einen Drohbrief erhalten. Darin steht, dass die österreichische Slalomfahrerin Bernadette Schild und die Skeletonpilotin Janine Flock in Sotschi entführt werden sollen. Das berichtet «Krone.at». Derzeit findet eine Krisensitzung statt. Dabei wird besprochen, wie mit der Situation umgegangen werden solle.

Das ÖOC bekam den Drohbrief am Montag zugestellt. «Wir haben sofort das Bundeskriminalamt eingeschaltet, das die Erhebungen macht. Mit Frau Flock habe ich bereits gesprochen. Janine ist nicht beunruhigt und vertraut auf unseren Schutz», sagte ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel.

Verwirrung bei den Schild-Schwestern

Ursprünglich war davon die Rede, dass Slalom-Rekordsiegerin Marlies Schild, die ältere Schwester von Bernadette, eine der beiden bedrohten Personen war. Wie es zur Verwechslung kommen konnte, war zunächst unklar, ebenso wie Brief und die Namen der Betroffenen an die Öffentlichkeit gelangen konnten. «Innerhalb des ÖOC wussten nur vier Personen von dem anonymen Schreiben. Von uns ist hundertprozentig nichts nach aussen gedrungen», sagte Mennel.

Für das Komitee ist die Situation nicht neu. Bereits am 20. Januar war ein Drohbrief eingegangen. Damals wurde mit Anschlägen in Sotschi gedroht. ÖOC- Pressesprecher Wolfgang Eichler konnte aber kurze Zeit später Entwarnung geben: «Das war ein Fake-E-Mail von einem Absender aus Israel. Er ist ein Trittbrettfahrer, der bereits seit einigen Jahren mit diversen Drohungen aktiv ist.»

Sondereinheit beschützt die Athletinnen

In Sotschi sind zwei Beamte der Sondereinheit Kobra angestellt, die sich um die Sicherheit der Athletinnen kümmern. Welche Sicherheitsmassnahmen ergriffen werden, wollte das Innenministerium nicht bekannt geben. Hans Pum, der Sportdirektor des Österreichischen Skiverbands (ÖSV), vertraut den Vorkehrungen und Massnahmen. «Wir sind hier derart gut bewacht. Wir müssen aber genau prüfen und anschauen, wie ernst man das nehmen muss.»

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