Russische Rakete mit Koreanerin an Bord
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Russische Rakete mit Koreanerin an Bord

An Bord einer russischen Rakete sind heute wieder drei Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet. Die Rakete hob vom Raumfahrtzentrum Baikonur in der kasachischen Steppe ab. An Bord der Raumkapsel «Sojus TMA 12» ist die erste Koreanerin, die ins All reist, die 29-jährige Gentechnikerin Yi So Yeon.

Mit ihr flogen die beiden russischen Kosmonauten Oleg Kononenko und Sergej Wolkow zur ISS. Für alle drei ist es der erste Weltraumflug. Am Donnerstag sollen sie an der ISS andocken.

Der 34-jährige Pilot Wolkow ist der Sohn des hochdekorierten sowjetischen Kosmonauten Alexander Wolkow. Damit wird sein Raumflug noch in einer weiteren Hinsicht zur Premiere: Noch nie zuvor ist ein direkter Nachkomme eines Weltraumfahrers ins All gereist. Alexander Wolkow verbrachte in den 80er und 90er Jahren bei drei Weltraummissionen insgesamt 391 Tage im All.

Die Koreanerin wurde aus 36.000 Bewerbungen ausgewählt und zunächst als Ersatzkosmonautin ausgebildet. Ursprünglich sollte ihr Kollege Ko San als erster Koreaner ins All fliegen, er wurde aber von dem Flug ausgeschlossen, weil er technische Anleitungen ohne Erlaubnis aus dem Ausbildungszentrum mitgenommen hatte. Die südkoreanische Regierung bezahlte umgerechnet rund 13 Millionen Euro für Yis Weltraumflug. (dapd)

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