Aktualisiert 29.06.2016 11:55

Findface im TestRussische Stalker-App findet auch Schweizer

Mit einer Trefferquote von 70 Prozent soll Findface Menschen anhand eines Fotos identifizieren können. 20 Minuten hat die App getestet.

von
J. Panknin
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Ein russisches Start-up verärgert mit seiner App Datenschützer aus aller Welt. Das Versprechen: Jeder kann jeden fotografieren, das Bild in der Anwendung hochladen und so herausfinden, wer die Person ist.

Ein russisches Start-up verärgert mit seiner App Datenschützer aus aller Welt. Das Versprechen: Jeder kann jeden fotografieren, das Bild in der Anwendung hochladen und so herausfinden, wer die Person ist.

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Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Bisher funktioniert das Ganze nämlich nur in Verbindung mit Vkontakte, dem russischen Pendant zu Facebook: Nicht nur der Gesuchte braucht ein Profil, um gefunden zu werden, sondern auch der Suchende.

Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Bisher funktioniert das Ganze nämlich nur in Verbindung mit Vkontakte, dem russischen Pendant zu Facebook: Nicht nur der Gesuchte braucht ein Profil, um gefunden zu werden, sondern auch der Suchende.

Zwar gibt es Findface auch als App, die Browser-Version ist für Menschen, die nicht Russisch sprechen aber um einiges einfacher zu verstehen. Auch 20 Minuten machte den Test auf der Website.

Zwar gibt es Findface auch als App, die Browser-Version ist für Menschen, die nicht Russisch sprechen aber um einiges einfacher zu verstehen. Auch 20 Minuten machte den Test auf der Website.

Findface.ru

«Ein Desaster für die Privatsphäre!» und «Das Ende des Datenschutzes!» – so tönt es von Seiten der Findface-Kritiker. Die Bilderkennungssoftware eines russischen Start-ups macht Datenschützer auf der ganzen Welt nervös. Denn sowohl via App als auch auf der Findface-Website soll nun jeder Fotos von irgendwelchen Leuten hochladen und so herausfinden können, wer die Personen sind.

Dass es dann doch nicht ganz so einfach ist, merkte die Autorin dieses Artikels schon zu Beginn des Tests. Bisher funktioniert das Ganze nämlich nur in Verbindung mit Vkontakte, dem russischen Pendant zu Facebook: Nicht nur der Gesuchte braucht ein Profil, um gefunden zu werden. Auch der Suchende benötigt eines, damit er Findface überhaupt nutzen kann.

Sprachliche und technische Schwierigkeiten

Die Registrierung auf Vkontakte ist schnell gemacht, solange man eine aktive Handynummer hat, die man preisgeben will. Im Anschluss kann man sich endlich auf Findface (App kostenlos für iOS und Android oder via Browser) anmelden. Tipp: Für Menschen, die der russischen Sprache nicht mächtig sind, empfiehlt sich die Nutzung der Website. Diese ist im Gegensatz zur App im Grossen und Ganzen selbsterklärend.

Beim Test blieb der Zugang zu Findface – trotz neu erstandenem Vkontakte-Profil – auf beiden Kanälen stundenlang verwehrt. Scheinbar kämpfte das System mit technischen Schwierigkeiten. Bei einem Neuversuch ein paar Tage später klappte es denn aber doch noch.

Die Kandidaten des 20-Minuten-Testlaufs: Schweizer Prominenz, Miley Cyrus und Kollegen aus der Redaktion. Die Ergebnisse finden Sie in der Bildstrecke.

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