Lebenslange Haft: Russischer Polizist tötet 22 Frauen
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Lebenslange HaftRussischer Polizist tötet 22 Frauen

Ein russischer Polizist hat in Sibirien mindestens 22 Frauen vergewaltigt und getötet. Das Motiv: Er habe seine Heimatregion «von Prostituierten säubern» wollen.

von
pat

Ein Gericht verurteilte den Angeklagten am Mittwoch zu lebenslanger Haft im Straflager. In seinem Schlusswort habe der Verurteilte die «bestialischen Taten» bedauert und gesagt, er habe den Tod verdient, teilte Staatsanwältin Olga Musykowa in Angarsk, rund 4000 Kilometer östlich von Moskau, mit. Die Todesstrafe wird in Russland seit 1996 nicht mehr verhängt.

Der 50-jährige Polizist soll mindestens 22 Frauen vergewaltigt und getötet. Als Motiv habe der Russe angegeben, er habe seine Heimatregion «von Prostituierten säubern» wollen, sagte ein Justizsprecher in Angarsk der Agentur Interfax zufolge.

Der Verurteilte habe mindestens acht Morde begangen, als er gerade im Dienst war, und sei mit grosser Kaltblütigkeit vorgegangen, sagte Musykowa.

Nicht nur Prostituierte

«Als er einmal merkte, dass er seine Polizeimarke am Tatort verloren hatte, ist er einfach dorthin zurückgefahren», sagte sie. Die Staatsagentur RIA Nowosti meldete unter Berufung auf Justizkreise, der Mann habe möglicherweise noch weit mehr Frauen getötet.

Zwischen 1994 und 2000 hatte der Polizist laut den Ermittlungen Frauen aus dem Auto heraus angesprochen, mitgenommen und an entlegenen Orten ermordet – etwa im Wald. «Es handelte sich dabei nicht nur um Prostituierte, das ist eine reine Schutzbehauptung», sagte Musykowa.

Sie nannte den Verurteilten, der 1998 aus dem Polizeidienst ausgeschieden war, einen «gewöhnlichen Serienmörder». Die Opfer waren zwischen 18 und 40 Jahren alt.

Nur mit einer aufwendigen Fahndung kamen die Behörden dem Täter 2012 auf die Spur. Ermittler entdeckten am Fundort mehrerer Leichen den Abdruck eines seltenen Reifenprofils und überprüften die Halter aller Wagen in dem Gebiet in der Nähe des berühmten Baikalsees. Sie verglichen dabei die Speichelproben der Besitzer mit der am Tatort gefundenen DNA des Mörders. Dies führte nach langer Suche zum Täter. (pat/sda)

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