Iljuschin Il-96-300: Darum landete eine russische Präsidentenmaschine in Basel

Aktualisiert

Iljuschin Il-96-300Darum landete eine russische Präsidentenmaschine in Basel

Am Mittwochabend ist ein Flugzeug der russischen Regierung am Euroairport gelandet. Der Flug dient der Verschiebung von Botschaftspersonal.   

Am Mittwochabend ist ein Flugzeug der russischen Regierung am Euroairport gelandet.

Quelle: Twitter

«Ein russisches Regierungsflugzeug ist auf dem Weg nach Basel. Es wird dort um circa 18.40 Uhr landen.» Dies teilte ein News-Scout, der anonym bleiben will, gegenüber 20 Minuten mit. Auf Flightradar24 ist zu sehen, wie die Iljuschin Il-96-300 mit der Flugnummer RSD086 mit einem riesigen Umweg Richtung Schweiz fliegt. Ein Reiseziel wird jedoch nicht angezeigt.

Und tatsächlich setzte die Maschine um 18.41 Uhr auf der Landebahn des Euroairports auf. Laut einem Planespotter ist das Flugzeug nach der Landung auf der Schweizer Seite des Flughafens abgestellt worden. 

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Ein russisches Regierungsflugzeug ist am Mittwoch um 18.41 Uhr in Basel gelandet.

Ein russisches Regierungsflugzeug ist am Mittwoch um 18.41 Uhr in Basel gelandet.

Flightradar24
Bei der Maschine handelt es sich um eine Ilyushin Il-96-300.

Bei der Maschine handelt es sich um eine Ilyushin Il-96-300.

imago/UIG
Der russische Präsident hat das Flugzeug in der Vergangenheit auch schon genutzt.

Der russische Präsident hat das Flugzeug in der Vergangenheit auch schon genutzt.

imago/Russian Look

Wegen den Sanktionen aufgrund des Ukraine-Kriegs dürfen russische Flugzeuge die allermeisten europäischen Länder nicht überfliegen – darunter auch die Schweiz. Ausnahmen gibt es jedoch für diplomatische Flüge. Laut Christian Schubert, Sprecher des Bundesamts für Zivilluftfahrt (Bazl), hat Russland die Genehmigung bei der Schweiz und bei Frankreich eingeholt. Der Flug diene der Verschiebung von Botschaftspersonal. Das Flugzeug werde um ca. 23 Uhr weiterfliegen. 

Kommandozentrale an Bord

Kremlchef Wladimir Putin dürfte also kaum an Bord gewesen sein. Das betreffende Flugzeug ist in der Vergangenheit aber auch von ihm benutzt worden. Die Maschine war am 28. Juni in Duschanbe, der Hauptstadt Tadschikistans. Dort hatte Putin den tadschikischen Präsidenten Emomali Rachmon getroffen. Die Präsidentenmaschine, von der sieben Stück gebaut wurden, wird auch als der «fliegende Kreml» bezeichnet. 

Das Flugzeug hat laut Wikipedia im Vergleich zum Basismodell eine grössere Reichweite. Ausserdem befindet  sich eine 14 Tonnen schwere Kommunikationseinheit an Bord, die dem Präsidenten im Kriegsfall das Kommando auch über die nuklearen Waffen der Streitkräfte ermöglichen würde. 

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