Russisches Roulette bei Geller-Show
Aktualisiert

Russisches Roulette bei Geller-Show

Die Tricks in der Uri-Geller-Show bei Pro7 werden immer verrückter. In der neuesten Folge wurde in der Sendung Russisches Roulette gespielt - mit «echten Waffen und scharfer Munition».

Bedeutungsschwangere Stimmung in der Pro7-Sendung «The next Uri Geller». Moderator Stefan Gödde betont die Gefährlichkeit des gleich folgenden Experiments. Bilder eines Krankenwagens vor dem Studio und von Notärzten, die geschäftig mit ihrem Material hantieren. «Bitte, bitte, macht das zu Hause nicht nach!», beschwört der Moderator die Zuschauer.

«Seid ihr ganz sicher, dass ihr das machen wollt?», versichert sich Uri Geller vor dem Trick, den Vivian Sommer und Olaf Kohrs gleich mit geladenen Waffen vorführen wollen. Das Paar verfügt angeblich über die Gabe, sich mittels Gedankenkraft zu verständigen. Das wird auf die Spitze getrieben, indem die rothaarige Vivian errät, welches die einzige ungeladene Waffe ist. Wählt sie falsch, wird sie erschossen.

Natürlich wählt sie nicht falsch, es fliesst kein Blut. Uri Geller ist begeistert über den «faszinierenden» Auftritt des Berliner Paars. Obwohl sich beim Trick zahlreiche Manipulationen vorstellen lassen; der Schütze Kohrs konnte sich die geladene Waffe problemlos merken - oder gar markieren. Seine Partnerin befand sich also trotz des Tamtams nie ernsthaft in Gefahr.

Die weiteren Tricks der Dienstags-Show waren vergleichsweise unspektakulär. Der Zauberer Nicolai Friederich will den ehemaligen Eiskunstlauf-Star Katharina Witt geistig derart beeinflusst haben, dass sie das letzte fehlende Stück eines Mona-Lisa-Puzzles mit tausenden Teilen aus einem Sack herausfischt. Die Lösung hier: Ein Sack im Sack. Während der Zuschauer glaubt, es befänden sich hunderte falscher Puzzleteile darin, konnte Witt nur das richtige, weil einzige Teil im zweiten Sack ziehen.

Als Zwischenschmankerl liess der legendäre Löffelbieger seine Nummer wiederaufleben. Zu einer magischen Formel verbog er ein metallenes Schöpfinstrument. Auch im Publikum wurde danach der eine oder andere verbogene Löffel gesichtet, wie Geller triumphierend feststellte.

Als dritter Gast trat David Goldrake auf. Er brachte, selbstverständlich nur mit Hilfe der Energie eines Studiogastes ein Papierstück entflammen liess. Nur dumm, dass alle mitgucken konnten, wie der «Magier» das Papier zuvor flugs mit einem anderen austauschte, bevor er ein Glas darüber stülpte. Danach liess er auf seinem Arm die grösste Angst von Schauspielerin Christina Plate erscheinen. Die zeigte sich ehrlich überrascht, dass der Mentalist richtig erriet, dass sie sich wegen eines Kindheitserlebnisses vor Wasser auf der Schulter fürchtet.

Als letzter Gast trat erneut der Berner Mentalist Vincent Raven auf. Er führte eine eher langweilige Nummer mit den Studiogästen auf, die aus einer Schatulle ein Behältnis ziehen mussten. Der Schweizer erriet, welcher Gegenstand sich darin verbarg. Sein Rabe Corax trat diesmal - bis auf ein Kothäufchen, das er in der Aufregung auf die Bühne plumpsen liess - nicht gross in Aktion.

Trotz seines schwachen Auftritts musste der Schweizer nicht gehen. Die nächste Show wird mit ihm, aber ohne Vivian Sommer und Olaf Kohrs über den Äther gehen, weil sie am wenigsten Publikumsstimmen erhielten.

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