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Afghanistan Russland beteiligt sich an Militärübung gegen die Taliban

Das Erstarken der Taliban in Afghanistan macht auch Russland Sorgen: Moskau befürchtet, dass islamistische Kämpfer in zentralasiatisches Ex-Sowjetgebiet eindringen könnten.

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Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu (links) kündigte einen Ausbau seiner zentralasiatischen Stützpunkte an.

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu (links) kündigte einen Ausbau seiner zentralasiatischen Stützpunkte an.

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Mehrere Kampfflugzeuge vom Typ Su-25 wurden von Kirgistan nach Tadschikistan verlegt.

Mehrere Kampfflugzeuge vom Typ Su-25 wurden von Kirgistan nach Tadschikistan verlegt.

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Die Autobombe in Kabul forderte mindestens 13 Menschenleben. 

Die Autobombe in Kabul forderte mindestens 13 Menschenleben.

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Darum gehts

  • In Afghanistan wüten zur Zeit Kämpfe.

  • Russland befürchtet den Vormarsch islamistischer Truppen.

  • Darum beteiligt sich das Land an Militärübung um zu trainieren, wie das Eindringen von Kämpfern aus Afghanistan verhindert werden kann.

Angesichts des Vormarsches der Taliban in Afghanistan beginnt unter Beteiligung Russlands am Donnerstag in der zentralasiatischen Grenzregion eine Militärübung. An dem gemeinsamen Manöver mit den Ex-Sowjetrepubliken Tadschikistan und Usbekistan nehmen bis zum 10. August insgesamt 2500 Soldaten und 500 Militäreinheiten teil, wie es zuletzt aus der Pressestelle des zuständigen russischen Militärbezirks hiess.

Rund 20 Kilometer von der afghanischen Grenze entfernt sollen sie auf einem Militärgelände in der tadschikischen Region Chatlon unter anderem trainieren, wie ein Eindringen von Kämpfern aus Afghanistan verhindert werden kann.

Verteidigung gegen Panzer und Drohnen

Russland, das in Tadschikistan seine grösste Auslandsbasis hat, ist mit bis zu 1800 Soldaten vertreten. Moskau sieht den Vormarsch der militant-islamistischen Taliban im Zusammenhang mit dem Abzug der US- und Nato-Truppen in Afghanistan mit Sorge. Erst kürzlich kündigte Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu einen Ausbau seiner zentralasiatischen Stützpunkte an.

Bei dem gemeinsamen Manöver soll unter anderem die Verteidigung gegen feindliche Panzer und Drohnen geübt werden. Auch die Abwehr aus der Luft soll trainiert werden. In der vergangenen Woche hatte Russland dafür mehrere Kampfflugzeuge vom Typ Su-25 aus Kirgistan nach Tadschikistan verlegt. Auch insgesamt 17 Schützenpanzer des Typs BMP-2 seien auf dem russischen Stützpunkt in Tadschikistan eingetroffen.

Taliban hat Grenzübergänge erobert

Zuletzt hat sich die Sicherheitslage in Afghanistan massiv verschlechtert. Die US-Militärmission endet offiziell am 31. August. Seit Beginn des Abzugs der US- und Nato-Truppen Anfang Mai haben die Taliban mehrere Offensiven gestartet und dabei ländliche Gebiete, mehrere Grenzübergänge und Teile wichtiger Überlandstrassen erobert. In dieser Woche reklamierten sie erstmals seit rund eineinhalb Jahren einen grossen Angriff in der Hauptstadt Kabul für sich. Ziel war ein Haus des amtierenden Verteidigungsministers.

In den vergangenen Wochen waren Hunderte Angehörige afghanischer Sicherheitsorgane aus Angst vor den Taliban nach Tadschikistan und Usbekistan geflohen.

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(DPA/roa)

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