Ein Kind unter den Opfern: «Barbarisch» – russische Raketen töten in Lwiw mindestens sechs Menschen
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Ein Kind unter den Opfern«Barbarisch» – russische Raketen töten in Lwiw mindestens sechs Menschen

Lwiw liegt nahe an der Grenze zu Polen. Bisher blieb die Stadt von russischen Angriffen weitgehend verschont. Am Montag wurde sie von fünf Raketen getroffen.

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Rauch steigt über Lwiw auf.

Rauch steigt über Lwiw auf.

Anadolu Agency via Getty Images
Lwiw liegt nur rund 70 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt.

Lwiw liegt nur rund 70 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt.

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Darum gehts

Fünf russische Raketenangriffe haben nach ukrainischen Angaben am Montagmorgen die Stadt Lwiw im Westen des Landes getroffen. Es habe «fünf heftige Raketenangriffe auf einmal auf die zivile Infrastruktur der alten europäischen Stadt Lwiw» gegeben, schrieb Mychailo Podoljak, Berater von Präsident Wolodimir Selenski, auf Twitter. Ein Anwohner im Südwesten von Lwiw berichtete der Nachrichtenagentur AFP, er habe dicke graue Rauchwolken gesehen, die hinter Wohnhäusern in den Himmel gestiegen seien.

«Die Russen greifen weiterhin barbarisch ukrainische Städte aus der Luft an», schrieb Podoljak weiter. Rettungskräfte seien unterwegs zum Einsatzort, erklärte der Bürgermeister der Stadt, Andrij Sadowy, im Messengerdienst Telegram. Nach Angaben des Gouverneurs Maxym Kosyzky sind mindestens sechs Menschen getötet worden, darunter auch ein Kind. Mindestens acht weitere Menschen seien verletzt worden.

Lwiw entwickelte sich zum Zufluchtsort für Geflüchtete

Lwiw liegt weit von der Front entfernt in der Westukraine und wurde seit dem Beginn der russischen Invasion am 24. Februar nur selten bombardiert. Am 26. März wurde die Stadt von einer Reihe russischer Luftangriffe getroffen. Unter anderem wurde ein Treibstofflager angegriffen, fünf Menschen wurden nach Behördenangaben dabei verletzt.

Bei einem weiteren Angriff wenige Tage zuvor wurde die Stadt Ziel eines Luftangriffs, bei dem eine Flugzeugreparaturfabrik in der Nähe des Flughafens getroffen wurde. Am 13. März hatten russische Marschflugkörper einen wichtigen Militärstützpunkt etwa 40 Kilometer nordwestlich von Lwiw ins Visier genommen, wobei mindestens 35 Menschen getötet und 134 verletzt wurden. 

Erschütternde Augenzeugenberichte aus der von russischen Truppen belagerten Stadt Mariupol. Eine Gruppe von Menschen konnte sich in Lwiw in Sicherheit bringen.

20min/jd

Lwiw, das nahe der polnischen Grenze liegt, hat sich zu einem Zufluchtsort für Geflüchtete entwickelt. Auch westliche Botschaften wurden zu Beginn des Krieges aus Kiew nach Lwiw verlegt.

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(AFP/job)

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