Russland: Lehrer schlägt Schüler mit Gurt

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RusslandLehrer züchtigt Schüler mit Gürtel – Eltern verzichten auf Anzeige

Im russischen Ust Labinsk lärmten Sechstklässler während der Pause und warfen Stühle herum. Ein Lehrer reagierte rabiat.

von
Anastasiia Lebedieva

Der stellvertretende Rektor einer Schule in Russland schlug zwei Schüler mehrmals mit einem Gürtel.

Video: Telegram/Kuban24

Darum gehts

  • Dieses Video aus einer russischen Schule wurde in lokalen Medien verbreitet.

  • Ein Lehrer peitscht als Strafe zwei Schüler mit einem Gürtel.

  • Nach eigenen Aussagen entschied sich der Lehrer drauf, zu kündigen.

  • Möglicherweise wird er jedoch bald wieder an der gleichen Schule unterrichten.


Das Video aus Russland zeigt einen Lehrer, der zwei Schüler mit einem Gürtel schlägt. Darin ist zu hören, wie er den Schülern zuruft: «Dreht euch um, sagte ich, schnell! Noch zwei weitere. Wenn ihr euch streitet, gibt es zehn [Schläge].»

Während einer Pause in einer russischen Schule in Ust-Labinsk ging ein Lehrer den Gang entlang und hörte Lärm aus einem der Schulzimmer. Als er das Klassenzimmer betrat, sah er, wie die Sechstklässler Stühle um sich warfen. Als Erziehungsmassnahme züchtigte der Lehrer, der auch stellvertretender Rektor war, zwei Buben mit einem Gürtel. 

Schüler wollten angeblich die Gürtel-Strafe

Gegenüber der russischen Zeitung «Kavkazrealii» erzählte der Lehrer: «Mit nur drei Mädchen war die Klasse beinahe eine reine Jungenklasse und zudem gewalttätig.» Als er das Klassenzimmer betrat, seien  Rucksäcke und Stühle herumgeflogen. «Sie hätten sich gegenseitig töten können.» Er habe die Schüler gefragt: «Was sollen wir nun tun? Die Eltern anrufen oder den Gürtel schwingen?»

Daraufhin sollen ihm die Schüler einen Gürtel in die Hände gedrückt haben. Der Lehrer schlug dann zwei Buben vor der gesamten Klasse fünfmal mit dem Gürtel. Dann forderte er die Schüler auf, an ihre Plätze zurückzukehren. 

Keine Anzeige der Eltern

Nach Angaben des Portals «Kuban Inform» ereignete sich der Vorfall am Mittwoch, dem 18. Januar. Der Lehrer habe seine Kündigung bereits geschrieben. Er rechne aber damit, dass er zur Arbeit zurückkehren dürfe, wenn sich der Skandal gelegt hat. Die Bestrafung sei als Spass gemeint gewesen.


Die Eltern haben keine Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft der Region Krasnodar hat trotzdem eine Untersuchung eingeleitet. 

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