Aktualisiert 24.05.2007 18:25

«Russland muss sich nichts mehr gefallen lassen»

Der russische Staatspräsident Wladimir Putin hat in Luxemburg erneut die Muskeln spielen lassen: Wegen seiner wirtschaftlichen Stärke müsse sich Russland nichts mehr gefallen lassen.

Dies erklärte Putin am Donnerstag bei einem Staatsbesuch in Luxemburg: «Es gibt heute weniger Möglichkeiten, Russland unter Druck zu setzen.» Zugleich betonte er, die gegenwärtigen Probleme zwischen Russland und der EU seien lösbar: «Wir werden sie gemeinsam bewältigen», sagte Putin.

Der russische Präsident äusserte sich nach einem zweistündigen Treffen mit dem luxemburgischen Ministerpräsidenten Jean-Claude Juncker. Die beiden Politiker unterzeichneten mehrere Wirtschaftsabkommen, darunter einen Auftrag an den russischen Gasriesen Gazprom zum Bau von Wärmekraftwerken.

Der Handel zwischen Russland und Luxemburg hat sich nach offiziellen Angaben in den vergangenen drei Jahren mehr als verdreifacht und belief sich 2006 auf 241 Millionen Euro. Besonders wegen seiner Bedeutung als Finanzplatz spielt Luxemburg für Russland eine zunehmend wichtige Rolle. (dapd)

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