Russland: Redaktion von kritischer Zeitung verwüstet

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Russland: Redaktion von kritischer Zeitung verwüstet

Die Redaktionsräume einer russischen Regionalzeitung sind in der Nacht zu Freitag von einem Feuer verwüstet worden. Der Herausgeber vermutet Brandstiftung als Ursache.

Die Wochenzeitung «Gaseta 35» in Wologda, 400 Kilometer nördlich von Moskau, sei Opfer eines Brandanschlags geworden, der «sehr wahrscheinlich eine Botschaft vor den kommenden Parlamentswahlen» gewesen sei, sagte der Herausgeber Alexander Iljitschjow dem Radiosender Moskauer Echo.

Er glaube an einen Racheakt, weil die Zeitung relativ kritische Berichte über die örtlichen Behörden veröffentlicht habe. Bei dem Brand wurden die Computer und das Archiv der Zeitung zerstört.

«Es findet eine Untersuchung statt, um den Grund für das Feuer festzustellen. Brandstiftung kann derzeit als Ursache nicht ausgeschlossen werden», sagte ein Sprecher der örtlichen Behörden.

In der Vergangenheit war es in Russland immer wieder zu Übergriffen auf regierungskritische Medien und ihre Mitarbeiter gekommen. Russland wählt am 2. Dezember ein neues Parlament. (sda)

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