Eskalationsrisiko - Russland stationiert «mehr als 150’000 Soldaten» an der Grenze zur Ukraine
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EskalationsrisikoRussland stationiert «mehr als 150’000 Soldaten» an der Grenze zur Ukraine

Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell zeigt sich besorgt über die Lage an der ukrainischen Grenze. Russland sei mit mindestens 150’000 Soldaten aufmarschiert, es sei der grösste Aufmarsch, den es je in Russland gegeben habe.

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Russland marschiert gemäss Berichten mit 150’000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine auf.

Russland marschiert gemäss Berichten mit 150’000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine auf.

via REUTERS

Darum gehts

  • Gemäss Borrell ist der Aufmarsch der russischen Armee der grösste, den es je gab.

  • Das Risiko einer weiteren Eskalation sei offensichtlich.

  • Hoffnung liegt auf Gesprächen unter Vermittlung von Deutschland und Frankreich.

Russland hat nach Angaben des EU-Aussenbeauftragten Josep Borrell «mehr als 150’000 Soldaten» an der Grenze zur Ukraine und auf der annektierten Halbinsel Krim stationiert. Dies sei «der grösste russische Militäraufmarsch an ukrainischen Grenzen, den es je gab», sagte Borrell am Montag nach Beratungen der EU-Aussenminister. Damit sei «das Risiko einer weiteren Eskalation offensichtlich».

Auch Bundesaussenminister Heiko Maas (SPD) zeigte sich besorgt angesichts des «Militäraufmarsches». Es gehe deshalb vor allem darum zu verhindern, dass «auch durch unbeabsichtigte Ereignisse eine militärische Eskalationsspirale in Gang gesetzt wird», sagte er in Berlin. Nötig sei dafür, dass beide Seiten «einen vernünftigen Dialog» führten.

Maas bestätigte dabei Gespräche auf Arbeitsebene für ein mögliches Treffen im Normandie-Format. Dies wäre eine Zusammenkunft von Vertretern Russlands und der Ukraine unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs. Ob es dazu komme, sei aber noch offen, sagte Maas. Dies gelte auch für die Ebene, auf der ein solches Treffen stattfinden könne.

In dem seit 2014 andauernden Konflikt mit pro-russischen Separatisten in der Ostukraine wurden mehr als 13’000 Menschen getötet. Seit Mitte Februar gibt es wieder verstärkte Kampfhandlungen, die einen ohnehin brüchigen Waffenstillstand weiter untergruben. Moskau und Kiew machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.

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(AFP/ore)

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