Gegenpol zu China: Russland und Japan gemeinsam gegen Piraten

Aktualisiert

Gegenpol zu ChinaRussland und Japan gemeinsam gegen Piraten

Trotz etlicher Differenzen haben sich Russland und Japan auf eine engere Sicherheits-Zusammenarbeit geeinigt. Grund dafür ist mitunter ein stärker werdendes China.

Die Hände zusammen gegen Terroristen und Piraten (von links): Verteidigungsminister Sergei Shoygu (Russland), Aussenminister Sergey Lawrow (Russland), Premierminister Shinzo Abe (Japan), Aussenminister Fumio Kishida (Japan) und Verteidigungsminister Itsunori Onodera (Japan).

Die Hände zusammen gegen Terroristen und Piraten (von links): Verteidigungsminister Sergei Shoygu (Russland), Aussenminister Sergey Lawrow (Russland), Premierminister Shinzo Abe (Japan), Aussenminister Fumio Kishida (Japan) und Verteidigungsminister Itsunori Onodera (Japan).

Russland und Japan haben eine engere sicherheitspolitische Zusammenarbeit vereinbart. Bei einem ersten gemeinsamen Treffen der Verteidigungs- und Aussenminister beschlossen beide Länder am Samstag, Marinemanöver zur Bekämpfung von Piraterie und Terrorismus abzuhalten.

Auch wollen Russland und Japan ihre Zusammenarbeit in regionalen Sicherheitsgremien enger abstimmen. Beide Länder reagieren damit auf die zunehmende Bedeutung ihres Nachbarn China in der Region.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges schlossen Russland und Japan nie einen Friedensvertrag. Haupthindernis ist der Streit um eine Inselgruppe, die Russland als Südkurilen, Japan als Nördliche Territorien bezeichnet. Russland hat zudem Bedenken gegen die japanische Beteiligung am US-Raketenabwehrprogramm geäussert. (sda)

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