Gegenoffensive: Truppen abgeschnitten – «Russlands 49. Armee sieht sehr verwundbar aus»

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GegenoffensiveTruppen abgeschnitten – «Russlands 49. Armee sieht sehr verwundbar aus»

Im Süden der Ukraine drängen ukrainische Regierungstruppen die Russen zurück. Zuletzt griffen die ukrainische Streitkräfte strategisch wichtige Brücken an.

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Die ukrainische Armee könnte eine Gegenoffensive in der Region Cherson starten.

Die ukrainische Armee könnte eine Gegenoffensive in der Region Cherson starten.

REUTERS
Mit Hilfe vom Westen gelieferter Artillerie hätten die ukrainischen Streitkräfte mindestens drei Brücken über den Dnipro beschädigt.

Mit Hilfe vom Westen gelieferter Artillerie hätten die ukrainischen Streitkräfte mindestens drei Brücken über den Dnipro beschädigt.

UKRINFORM via REUTERS
Eine davon sei die einen Kilometer lange Antoniwskyj-Brücke.

Eine davon sei die einen Kilometer lange Antoniwskyj-Brücke.

AFP

Darum gehts

  • Das ukrainische Militär hat im Süden des Landes wiederholt Brücken angegriffen.

  • Die besetzte Stadt Cherson ist aufgrund der Bombardements abgeschnitten.

  • Nun könnte die Ukraine eine Gegenoffensive in der Region starten.

Die ukrainische Gegenoffensive im Gebiet Cherson im Süden des Landes nimmt nach britischer Einschätzung Fahrt auf. «Ihre Streitkräfte haben höchstwahrscheinlich einen Brückenkopf südlich des Flusses Inhulez errichtet, der die nördliche Grenze des von Russland besetzten Cherson bildet», teilte das Verteidigungsministerium in London am Donnerstag mit. Der Inhulez ist ein Nebenfluss des Stroms Dnipro.

Mithilfe vom Westen gelieferter Artillerie hätten die ukrainischen Streitkräfte mindestens drei Brücken über den Dnipro beschädigt, auf die Russland angewiesen sei, um seine besetzten Gebiete zu versorgen, hiess es unter Berufung auf Geheimdienstinformationen.

Eine davon sei die einen Kilometer lange Antoniwskyj-Brücke nahe der Stadt Cherson, die am Mittwoch erneut getroffen worden sei und nun höchstwahrscheinlich nicht mehr benutzt werden könne.

Dadurch wirke die russische 49. Armee, die am Westufer des Dnipro stationiert sei, äusserst verwundbar, hiess es aus London weiter. Auch die Stadt Cherson als politisch bedeutendste Stadt unter russischer Kontrolle sei vom Rest der besetzten Gebiete nun so gut wie abgeschnitten. «Ihr Verlust würde die russischen Versuche, die Besatzung als Erfolg darzustellen, ernsthaft untergraben», betonte das britische Verteidigungsministerium.

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(DPA/fur)

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