Aktualisiert 06.08.2018 17:04

Verletzte in Steckborn

Rutsche führte bereits zu Kieferbruch und Verfahren

Nach mehreren Unfällen bei der grössten Wasserrutsche vergangene Woche in Steckborn TG wurde der Betrieb eingestellt. Schon in der Vergangenheit war es zu Unfällen gekommen.

von
lad
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Am Freitag kam es beim Untersee vor Steckborn TG auf der grössten mobilen Wasserrutsche Europas Summerslide zu einigen Unfällen.

Am Freitag kam es beim Untersee vor Steckborn TG auf der grössten mobilen Wasserrutsche Europas Summerslide zu einigen Unfällen.

Summerslide
«Wir haben Bildschirme im Kassenbereich, die informieren sollen, und geschulte Sicherheitsmitarbeiter», sagt Barbara Kallenberg, Sprecherin des Summerslide, über die Vorsichtsmassnahmen des Events.

«Wir haben Bildschirme im Kassenbereich, die informieren sollen, und geschulte Sicherheitsmitarbeiter», sagt Barbara Kallenberg, Sprecherin des Summerslide, über die Vorsichtsmassnahmen des Events.

Summerslide
Dennoch mussten am Freitag 17 Personen von der Sanität vor Ort behandelt werden. Vier weitere Verletzte mussten sogar ins Spital gebracht werden. (Bild zeigt den Summerslide - Event in Luzern)

Dennoch mussten am Freitag 17 Personen von der Sanität vor Ort behandelt werden. Vier weitere Verletzte mussten sogar ins Spital gebracht werden. (Bild zeigt den Summerslide - Event in Luzern)

Summerslide

«Es hat viel Spass gemacht. Leider hat es mich einmal recht unschön hingehauen. Ich habe vor Schmerzen die halbe Nacht nicht geschlafen und mir Verletzungen an den Rippen zugezogen», schreibt ein Betroffener auf Facebook, nachdem er am vergangenen Freitag auf der Summerslide-Rutsche verletzt worden war. Er war nicht der Einzige: 17 Personen mussten vor Ort von der Sanität mit Pflaster und Salbe behandelt werden, nachdem sie über die Rampe gerutscht waren. Vier Personen mussten gar ins Spital gebracht werden. Nach der Unfallserie blieb die Wasserrutsche geschlossen.

Mittlerweile konnten drei der vier Personen das Spital wieder verlassen. «Eine Person ist aktuell noch im Spital auf dem Weg der Genesung», sagt Barbara Kallenberg, Sprecherin des Summerslide.

Wiederholte Unfälle

Die Ursache für die hohe Zahl Verletzungen ist nach wie vor nicht genau bekannt. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass an einem Summerslide-Event Personen auf der Wasserrutsche verletzt wurden. Bereits im vergangenen Jahr, als der Event in Genf stattfand, waren Dutzende Personen verletzt.

Für einen Rutscher endete der Spass besonders dramatisch: Der 24-Jährige brach den Kiefer und schlug sich zwei Zähne aus. Deshalb reichte er Klage gegen die Verantwortlichen des Events ein. «Das Verfahren ist noch am Laufen», so Kallenberg.

Nötige Bewilligungen erhalten

Für die Veranstalter sei klar: «Jede Verletzung ist eine zu viel.» Deshalb setze man auf ein detailliertes Sicherheitskonzept. Nach den Unfällen von 2017 habe man dieses Jahr die Sicherheitsvorkehrungen und die Verhaltensregeln des Anlasses nochmals überprüfen lassen und wiederum die Bewilligungen erhalten. Zudem werde jeder Nutzer aktiv über das richtige Verhalten auf der Rutsche sowie im Wasser informiert.

«Die diesjährige Wasserrutsche haben wir von einem der weltweit führenden Wasserrutschbahnbauern entwickelt lassen und der TÜV hat die Rutsche abgenommen», sagt die Sprecherin weiter. Doch es sei wie bei jedem Sport: «Leider kann es zu Verletzungen kommen.»

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