Aktualisiert 12.08.2013 13:04

Rubellose statt Bares

Ryanair trickst beim Wechselgeld

Die Billig-Fluggesellschaft Ryanair hat so einige Tricks, damit sie das tiefe Preisniveau ihrer Flüge halten kann. Der neuste Trick schlägt dem Fass den Boden aus.

von
bro

«Wechselgeld haben wir leider keines, wollen Sie dafür ein Lösli?» Diese Frage soll Passagieren in den Fliegern der Ryanair gestellt werden. Gemäss einem Bericht der «Daily Mail» wird Mitarbeitern der Billig-Airline vorgeschrieben, wie sie zu mehr Einnahmen kommen sollen. Flugbegleiter sollen den Reisenden erzählen, dass im Moment nicht genügend Kleingeld vorhanden sei, der Betrag aber am Ende zurückbezahlt werde. Alternativ sollen Stewards und Stewardessen den Reisenden auch Rubbellose oder andere Ware im Wert des Wechselgelds andrehen.

Gegenüber dem britischen Boulevard-Blatt versicherte inzwischen ein Ryanair-Sprecher, dass die Weisung geändert worden sei. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass die Budget-Airline mit wahnwitzigen Sparideen auffällt. Vor einem Jahr entbrannte eine hitzige Debatte, weil Piloten der Billigflieger sich weigerten, entgegen der Vorschriften mit halbleeren Tanks zu fliegen. Innert kürzester Zeit kam es zu drei Notlandungen von Flugzeugen, denen der Sprit auszugehen drohte.

Wie die «Bild» schreibt soll Ryanair-Chef Michael O'Leary zudem angeordnet haben, die Gebühren für Gepäck weiter zu erhöhen. Auch durch falsche Angaben zum Abfluggewicht an den Flughäfen seien Gebühren eingespart worden. In diesem Fall ist für Ryanair die Rechnung nicht aufgegangen: Die Deutsche Flugsicherung brummte der Gesellschaft eine Strafe von 450'000 Euro auf.

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