Rychen kämpft gegen «Sippenhaft»
Aktualisiert

Rychen kämpft gegen «Sippenhaft»

Der ehemalige Präsident der Berner SVP, Albrecht Rychen, will «mit allen Mitteln» verhindern, dass die Bündner SVP-Sektion wegen Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf in «Sippenhaft» genommen wird.

Er kämpfe schon lange gegen eine ungebührliche Politkultur in der SVP, sagte Rychen in einem Interview mit der «Berner Zeitung» vom Dienstag. Er habe sich als alt Präsident eigentlich aus dem Konflikt heraushalten wollen. «Aber bei dem, was jetzt in der SVP geschieht, kann und will ich nicht mehr schweigen», sagte Rychen.

Er erwarte, dass die SVP Schweiz das Ausschlussverfahren gegen die Bündner SVP-Sektion «ein für alle Mal einstellt». Die Mutterpartei habe sich selber in eine Sackgasse manövriert, aus der sie nun offensichtlich nicht mehr zurück wolle.

Die Parteileitung müsse endlich den Mut finden, zu den eigenen gravierenden Fehlern zu stehen. In der Person von Bundesrätin Widmer-Schlumpf habe sie einen Sündenbock gefunden, um von eigenen Fehlern abzulenken.

Zu möglichen Szenarien einer neuen Partei der Berner und Bündner SVP äusserte sich Rychen wie zuvor andere Berner SVP-Exponenten nicht konkret. Seit geraumer Zeit wird über mögliche Bestrebungen in dieser Richtung spekuliert.

Nicht die Berner seien es, die die Spaltung vorantreiben würden, sondern die SVP Schweiz, liess sich Rychen zitieren. Mehr könne er dazu im Moment nicht sagen.

(sda)

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