Aktualisiert 05.07.2012 07:08

DauerregenS-Bahn und Trams fahren wieder

Die starken Regenfälle führten vor allem im Grossraum Zürich zu Überflutungen und Hochwasser. Mittlerweile hat sich die Lage entspannt. Die am Morgen blockierten S-Bahnen und Trams fahren wieder.

von
kub

Endlich haben die heftigen Regengüsse im Raum Zürich nachgelassen. Seit gestern Abend goss es ununterbrochen wie aus Kübeln. Über Teilen der Stadt fielen rund 50 Millimeter Regen, was der Hälfte des durchschnittlichen Juli-Niederschlagwerts entspricht. Die sintflutartigen Regenfälle führten zu Hochwasser, Erdrutschen und Überschwemmungen. Laut Einschätzungen des Bundesamtes für Umwelt hat sich die Lage mittlerweile wieder etwas entspannt. Nur noch für den Brienzersee gilt die Gefahrenstufe 3 (erhebliche Gefahr). Die Aare zwischen dem Brienzer- und Thundersee, der Bodensee und der Hochrhein werden vom Bafu nur noch als mässig gefährlich eingestuft.

Tram- und S-Bahn-Linien im Grossraum Zürich waren am Dienstagmorgen vom starken Unwetter betroffen. Weil das Tramtunnel Schwamendingen und die Gockhauserstrasse überschwemmt waren, musste der Trambetrieb den ganzen Morgen eingestellt werden. Betroffen waren die Linien 7 und 9. Gemäss Urs Eberle, Sprecher von Schutz und Rettung Zürich, war die Situation in Schwamendingen am aussergewöhnlichsten. «Keller, Parkgaragen und ganze Strassenzüge sind überflutet.» Im Säuliamt war die S-Bahn-Strecke zwischen Hedingen und Bonstetten wegen eines Erdrutsches unterbrochen. Die Passagiere mussten auf Ersatzbusse umsteigen. Mittlerweile konnten die Gleise freigeräumt werden.

Noch alles im grünen Bereich

Viele Leser-Reporter meldeten am Morgen, dass ein Strassenabschnitt zwischen Gockhausen und Zürich vorübergehend unbefahrbar sei, weil ein Laster im Waldstück steckengeblieben ist. «Das Auto stand ungefähr 40 Zentimeter im Wasser und konnte nicht mehr wegfahren», schilderte ein Leser-Reporter die Situation. Noch immer fährt der Linienbus nicht von Stettbach aus nach Gockhausen, sondern erst ab der Kirche Fluntern.

Die überschwemmten Strassen, überfluteten Keller und blockierten Fahrzeuge forderten die Einsatzkräfte von Schutz und Rettung stark. Den ganzen Morgen herrschte in der Einsatzzentrale Hochbetrieb. «Seit 5 Uhr bekommen wir anhaltend und zunehmend Anrufe», sagte Eberle. Zwischen 6 und 9 Uhr seien über 500 Anrufe in der Einsatzzentrale eingegangen. «Wir mussten das Personal verdoppeln.» Neben der Berufsfeuerwehr sind auch alle anderen Kompagnien unterwegs. «Die Feuerwehr alleine könnte dies nie bewältigen.» Die Kantonspolizei sah die Situation aber gelassen. Punktuell gebe es Probleme auf Zürcher Strassen, ein paar Keller seien überflutet. Zu grösseren Problemen sei es (noch) nicht gekommen, sagte ein Polizeisprecher.

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