S12-Unglücksursache geklärt: Signal missachtet

Aktualisiert

S12-Unglücksursache geklärt: Signal missachtet

Die Ursache des Zugunglücks von Oberwinterthur am vergangenen 10. Juni ist geklärt. Zur Streifkollision zwischen der S-Bahnlinie 12 und einer leeren Bahnkomposition kam es, weil der Führer des zweiten Zuges ein Signal missachtet hatte.

Die Winterthurer Bezirksanwaltschaft klärt nun ab, ob ein Verfahren eröffnet wird.

Der Zugführer habe das Halt-Signal nicht beachtet, sagte der Leiter der Unfalluntersuchungsstelle Bahn und Schiffe (UUS) des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Walter Kobelt, zu einem Bericht von «Radio 24». Die Folge war die Kollision, bei der zwei Menschen leicht verletzt worden waren. Der abgeschlossene Untersuchungsbericht wurde laut Kobelt an die Winterthurer Bezirksanwaltschaft, an die SBB und das Bundesamt für Verkehr weitergeleitet.

Über die Gründe der Signalisationsmissachtung sagte Kobelt nichts. Der betreffende Zugführer war mit seiner S-Bahnkomposition aus der Unterhaltsstätte im selben Moment in den Bahnhof eingefahren wie die von Seuzach kommende S12. Durch den Aufprall entgleisten die Lokomotive und ein Wagen der S12 sowie mehrere Wagen der Rangierkomposition. (dapd)

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