Saatkrähen im Quartier werden zum Politikum
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Saatkrähen im Quartier werden zum Politikum

Das Breitenrainquartier leidet unter einer Saatkrähenplage. Entnervt ruft jetzt Politiker Ernst Stauffer die Stadt zu Hilfe.

«Man kann kaum mehr die Wäsche im Freien trocknen. Die Vögel lassen ihren Kot überallhin fallen»: Stadtrat Ernst Stauffer von der Arbeiter- und Rentnerpartei hat genug von den Saatkrähen. «Wir haben im Nordquartier eine regelrechte Plage», sagt Stauffer. Anwohner beklagten sich über verunreinigte Gartenmöbel und Gekrächze. Stauffer will nun in einer Interpellation wissen, ob man die Vögel in den Tierpark zügeln könne.

«Saatkrähen lassen sich nicht vorschreiben, wo sie sich wohl fühlen sollen», sagt Dählhölzli-Direktor Bernd Schildger. Auch der Tierpark leide unter den Vögeln: Sie fressen anderen Tieren das Futter weg.

«Den Vogel bringen wir nicht weg», sagt Flurpolizist Rudolf Zbinden. Abschiessen sei verboten – und würde seiner Meinung nach nichts nützen. «Im vergangenen Dezember haben wir Nester weggeräumt und Nistplätze verbaut», sagt Zbinden. Das Resultat: Der Bestand habe sogar leicht zugenommen.

Daniel Barben

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