Sabena-Pleite: Belgien will Millionen von Honegger & Co
Aktualisiert

Sabena-Pleite: Belgien will Millionen von Honegger & Co

Der belgische Staat und seine Investmentgesellschaften betreiben Schweizer Privatpersonen auf horrende Beträge – als Spätfolge der Swissair-Pleite.

Fast eine Milliarde Franken fordern die Belgier etwa von Eric Honegger, dem zweitletzten Swissair-Konzernchef. Wie das Nachrichtenmagazin «Facts» berichtet, prangt die stolze Zahl seit kurzem auf dem Betreibungsregisterauszug des Thalwilers.

Am härtesten schlägt dabei der Minister für Finanzen und staatliche Unternehmen zu: Er lässt um 648 363 779,60 Franken bitten. 193 498 369,20 Franken fordert der Finanzriese SA Zephyr-Fin Bruxelles von Honegger: Wie der Staat war dieser Konzern einst Grossaktionär von Belgiens Airline Sabena, die – dominiert und regiert von der Swissair – Pleite ging. Auf Honeggers Betreibungsauszug figuriert auch noch die Cassa di Risparmio della Repubblica di San Marino, die beim Swissair-Debakel in Italien Geld verlor. Die Bank fordert 39,28 Millionen Franken.

Noch happigere Zahlen stehen laut «Facts» auf dem Auszug von Ex-Swissair-Konzernleiter Philippe Bruggisser. Das Magazin schätzt die Zahl auf mehrere Milliarden. Ein Kenner des Swissair-Verfahrens relativiert die Unsummen: «Betreibungen sind ein gutes Mittel, um die Verjährung zu unterbrechen», verrät er.

(mhb)

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