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Sabo predigt auch ohne Missio weiter

Der umstrittene Röschenzer Pfarrer Franz Sabo gibt nicht auf: Trotz Entzugs des kirchlichen Auftrags, der Missio, zelebrierte er am Wochenende eine Messe.

Die Röschenzer Kirche war am Samstag bereits zehn Minuten vor Messebeginn voll: Rund 400 Personen kamen, um Pfarrer Franz Sabo zu unterstützen. «Röschenz hat einen Pfarrer – es braucht keine drei Pfarrer», so Sabo.

Am Freitag hatte das Bistum Basel ihm wie angekündigt den kirchlichen Auftrag für sechs Monate entzogen und seine Funktion zwischen Bischofsvikar Erich Häring und Pfarrer Franz Kuhn aufgeteilt. «Das ist ein Befehl von oben herab und hat nichts mit dem zu tun, was wir besprochen haben», ärgert sich Kirchgemeindepräsident Holger Wahl. Mit dem Bistum habe man über ein Moratorium diskutiert, bei dem auch Sabo Eingeständnisse – wie die öffentliche Erneuerung des Weiheversprechens – hätte machen sollen.

Die Kirchgemeinde will nun bis auf weiteres an Sabo festhalten. Dieser zog sich gestern von der Öffentlichkeit zurück und kurierte eine Erkältung aus.

Sabine Knosala

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