Zürich: Sabotage-Akte auf ETH-Professor verübt
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ZürichSabotage-Akte auf ETH-Professor verübt

Gentech-Gegner haben mehrere Sabotage-Akte gegen einen ETH-Professor verübt.

von
dp

In der Nacht vom 28. auf den 29. Juni wurde das Auto seiner Frau und das Motorrad seiner Tochter mit Farbentferner und Aceton-haltigen Mitteln beschädigt, sowie sein Haus mit der Parole «No GMO» (Nein zu gentechnisch veränderten Organismen) versprüht. Der Sachschaden beträgt gegen 20 000 Franken. «Ich bin schockiert, dass wissenschaftliche Forschung auf diese Art und Weise attackiert wird», sagt K.L.*, der im Rahmen eines nationalen Forschungsprogramms Feldversuche mit gentechnisch verändertem Weizen durchführt. Der besorgte Familienvater hat in­zwischen Anzeige erstattet.

Derweil prahlen die Täter auf Indymedia.org, einer Plattform linker Aktivisten, mit ihrer Tat: «Inspiriert von der Sabotage-Aktion gegen das Gentech-Versuchsfeld in Pully haben wir uns entschlossen, den Kampf gegen Gentechnologie weiterzu führen.» Professor K. L.: «Solche radikalen Organisationen sollten in unserer Demokratie keinen Platz haben.»

* Name der Redaktion bekannt (dp/20 Minuten)

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