Elefantendame auf Abwegen: «Sabu ist ein temperamentvolles Tier»

Aktualisiert

Elefantendame auf Abwegen«Sabu ist ein temperamentvolles Tier»

Nach dem Ausflug von «Sabu» durch Zürich hat sich nun erstmals der Elefanten-Dompteur Franco Knie zu Wort gemeldet. Er nimmt seine Dame in Schutz – und den Elefantenwärter.

von
meg

Zunächst nahm Elefantendame «Sabu» nur gemütlich ein Bad im Zürichsee. Das Tier hatte viel Spass dabei, wie Leser-Reporterin Jessica zu 20 Minuten Online sagte. Als die vier Tonnen schwere «Sabu» aus dem See stieg, machte sie auch noch keine Anstalten, fluchtartig das Weite zu suchen. Auch Zirkus-Sprecher Niklaus Leuenberger sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA: «Nach dem Bad im See sah es so aus, als ob sie wieder zurück zum Transporter käme.» Doch dann rannte sie plötzlich auf und davon - rund anderthalb Stunden lang.

Elefanten-Dompteur Franco Knie stellte sich heute Nachmittag in Wettingen erstmals nach dem Ausbruch seines Tiers den Medien. Er gab seiner Ausreisserin liebevoll einen Klaps. «Sabu» selbst genoss das frische Gras - und tat so, als ob nichts geschehen wäre. Den Ausreisser aber kann auch Franco Knie sich nicht recht erklären. «Irgend etwas hat sie erschreckt», sagte Knie. Über die Ursache kann aber auch der Elefanten-Dompteur nur spekulieren. Eventuell habe das Gewitter, das gestern über die Schweiz zog, seine Elefantendame urplötzlich erschreckt.

«Sabu» zurück im Stall. (Video: Mathieu Gilliand/20 Minuten Online)

«Sabu» zurück im Stall. (Video: Mathieu Gilliand/20 Minuten Online)

Man kann einen Elefanten nicht einfach festhalten

Das Tier jedenfalls liess sich nicht mehr aufhalten, sagte Knie-Sprecher Leuenberger: «Man kann einen Elefanten nicht einfach festhalten, wie etwa einen Hund.» Sabu hörte gemäss Leuenberger nicht mehr auf Befehle. Ausserdem sei das Tier zwischendurch sehr schnell gelaufen. Man sei kaum nachgekommen.

Trotzdem glaubt Franco Knie, dass nicht allein Glück im Spiel gewesen sei, dass auf der Tour durch die Innenstadt keine Verletzten zu beklagen waren. «Ich kenne meine Tiere. Die sind nicht aggressiv», sagte Knie. «Sie haben noch nie einen Menschen angegriffen.» Allerdings bestätigte der Elefanten-Dompteur: «Sabu ist ein temperamentvolles Tier, aber nie bösartig.»

Ausgebüxt: «Sabu» auf Entdeckungsreise. (Video: Leser-Reporter)

Wärter bekommt keine Strafe

Nicht nur viel Temperament, sondern auch einiges Geschick zeigte «Sabu», die ihre Pfelger schlichtweg austrickste. Franco Knie allerdings lässt es dabei bewenden. Der Wärter habe nichts zu befürchten. Und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen seien nicht geplant. «Sabu» wird voraussichtlich am Dienstag bei der nächsten Vorstellung programmgemäss auf der Bühne stehen. Diesmal als bekanntester Elefant der Schweiz.

(meg/sda)

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