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Sackgebühr halbieren – mit der Hilfe von Abfalltrainern

Fachgerechtes Entsorgen oder Kompostieren will gelernt sein: Darum hat das Basler Baudepartement 19 Abfalltrainer ausgebildet, die ihr Wissen jetzt in Kursen weitergeben.

«Durch konsequentes Recycling könnten die Einwohner von Basel ihre Sackgebühren halbieren», weiss Jürg Hofer, Leiter des Amts für Umwelt und Energie. Deshalb hat das Baudepartement eine Gruppe von 19 so genannten Abfalltrainern ausgebildet, die nun in ihrem Umfeld weitervermitteln sollen, wie Radios oder Sofas entsorgt oder wie Küchenabfälle kompostiert werden. «Für das Projekt hat sich neben anderen Kantonen auch schon Deutschland interessiert», sagte Hofer am Samstag zu 20 Minuten.

Die Abfalltrainer hatte der Kanton per Inserat gesucht. «Von 60 Interessierten haben wir 19 ausgebildet», erklärt Projektleiter Nedim Ulusoy. Die Kursteilnehmer aus 13 verschiedenen Sprachregionen haben 600 Franken bezahlt, um sich ausbilden zu lassen.

Für ihre Kurse bekommen sie im Gegenzug Geld vom Kanton – ab dem fünften Kurs 500 Franken. Der Kanton budgetierte dafür 30 000 Franken. Die ausgebildete Abfalltrainerin Christiane Kocher (41): «Seit März habe ich bereits acht Leute instruiert.» Insgesamt haben schon 100 Personen vom Gratisangebot profitiert.

(lvi)

Glas-Sammlung unter der Erde

Die Stadtreinigung hat an der Klybeckstrasse die erste Unterflur-Recycling-Station in Betrieb genommen.

Laut Baudepartement wird dadurch die Glas-Sammlung leiser, da sich die Container im Boden befinden. Die Stadtreinigung verspricht sich auch weniger «wilde» Abfallablagerungen rund um die Anlage.

Mit der Recycling-Station sei auf die Anliegen der Bevölkerung reagiert worden. Weitere Standorte sind in Planung.

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