Aktualisiert 06.06.2005 11:58

Säuglingsmorde: Babys werden untersucht

Die Behörden in Österreich haben am Montag die Leichen von zwei der vier getöteten Säuglinge aus Graz obduziert. Von der Untersuchung erhoffte sich die Polizei Aufschluss über die Todesursache, da die Mutter weiter schweigt.

Die vier Säuglinge waren in der vergangenen Woche in einer Tiefkühltruhe und in Zement-Eimern gefunden worden. Die einzementierten Leichen waren für genauere Erkenntnisse zu stark verwest.

Die österreichische Justiz ermittelt gegen die Mutter und deren Lebensgefährten. Die Polizei erklärte, darüber hinaus habe die Frau bislang nur wenige Angaben gemacht. Sie habe die Babys nach eigener Aussage immer überraschend in der Badewanne bekommen und Angst gehabt, wegen eines Kindes ihren Freund zu verlieren. Ihr 38-jähriger Lebensgefährte streitet ab, von den Schwangerschaften gewusst zu haben.

Chef-Ermittler Werner Jud sagte dem österreichischen Fernsehen, es sei nicht auszuschliessen, dass die Frau noch mehr Kinder bekommen habe. Die Polizei prüfe zwei weitere Häuser, in denen sie gelebt habe. DNA-Tests sollen klären, ob der Lebensgefährte der Vater der Kinder war. (dapd)

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