Safer Internet – bewusster Umgang für Jugendliche
Aktualisiert

Safer Internet – bewusster Umgang für Jugendliche

Die Kids stürmen das Internet. Sie kennen dieses Medium wie ihre eigene Westentasche. Nun schlagen Eltern und Pädagogen Alarm. Sie befürchten, dass die Jugendlichen dem Konsum von Sexuellem und Gewalt verfallen.

Werden die Pubertierenden wirklich vom Sumpf der Pornografie eingesogen? «Nein», sagt Christian. Der angehende KV-Lehrling beteuert, das Internet vor allem für Spiele zu verwenden. Seine Eltern vertrauen ihm – und lassen es bei einer eher legeren Kontrolle bewenden.

Nicht alle sehen dem Umgang mit dem Internet so gelassen entgegen. «Safer Internet» ist eine Kampagne, die sich für einen sinnvollen Umgang einsetzt. Nebst Aufklärungsaktionen, Wettbewerben

und Konferenzen organisiert die Vereinigung den «Europäischen Safer Internet Day», der am kommenden 6. Februar auch in der Schweiz über die Bühne gehen wird. Konkrete Tipps zum Schutz der eigenen Sprösslinge werden aber schon im Vorfeld abgegeben.

Nebst der Installation von Filter-Software wird vor allem der Kommunikation innerhalb der Familie ein hoher Stellenwert eingeräumt. So sollen die Kids dann zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie nur noch dem Spielfieber verfallen. Christian glaubt, dass die meisten Gleichaltrigen Verständnis für die Sorgen der Erwachsenen haben. Er warnt aber auch davor, die Situation zu dramatisieren. «Vielleicht macht es der älteren Generation einfach ein bisschen Angst, dass wir uns mit dem Internet besser auskennen als sie».

Gabriel Aeschbacher

Lorena (16)

Sex im Internet ist für mich und meine Kolleginnen kein Thema. Ich halte mich vorwiegend im Chat auf, wo ich meine Freunde mindestens dreimal die Woche treffe. Erotikseiten sind wohl eher etwas für pubertierende Boys. Die Interessen der Mädchen sind anders gelagert.

Christian (16)

Wie viele Jungs in meinem Alter bin ich aus purer Neugier auch schon auf Sexseiten gelandet. Meine Leidenschaft aber ist ganz klar das «Gamen». An Wochenenden kann es schon mal vorkommen, dass ich mehrere Stunden vor dem PC hocke und spiele.

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