Griechenland-Krise: Saftige Bussen für Schwarzarbeit

Aktualisiert

Griechenland-KriseSaftige Bussen für Schwarzarbeit

Über 10'000 Euro Busse pro Schwarzarbeits-Fall und Schliessung des Betriebs im Wiederholungsfall. Griechenland will der Schwarzarbeit einen Riegel schieben.

Schwarzarbeit soll sich nicht mehr lohnen.

Schwarzarbeit soll sich nicht mehr lohnen.

Die Regierung in Athen will mit harten Strafen die weit verbreitete Schwarzarbeit bekämpfen. Unternehmer müssen künftig pro Schwarzarbeits-Fall 10'550 Euro Strafe zahlen. Zudem sollen bei Wiederholung die Betriebe geschlossen werden, die Arbeitnehmer schwarz beschäftigen.

«Schwarzarbeit lohnt sich nicht mehr», sagte der griechische Arbeitsminister Giannis Wroutsis am Montag in Athen. Die Schwarzarbeit habe mittlerweile «jede erduldbare Grenze übertroffen».

40 Prozent sind nicht versichert

Im Rahmen mehrerer Kontrollen des Arbeitsministeriums und der grössten Rentenkasse des Landes IKA war festgestellt worden, dass knapp 40 Prozent der Arbeitnehmer gar nicht versichert sind. Die Renten- und Versicherungskassen des von der Pleite bedrohten Landes hätten allein 2012 rund sechs Mrd. Euro verloren.

Wegen der hohen Arbeitslosigkeit, die zurzeit 27,6 Prozent erreicht, sind immer mehr Menschen bereit, irgendeine Arbeit aufzunehmen. Besonders auf den Touristeninseln soll im Sommer fast jeder zweite Arbeitnehmer ohne Versicherung und Arbeitgeberbeiträge arbeiten. (sda)

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