Rund 60 Autos - Saftige Bussen für Wildparkierer auf dem Bantiger bei Bern
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Rund 60 AutosSaftige Bussen für Wildparkierer auf dem Bantiger bei Bern

Die Sonne lockte am Wochenende zahlreiche Ausflügler auf den Bantiger. Weil sie illegal am Strassenrand parkierten, setzte es hohe Bussen. Ein Leser ärgert sich.

von
Lucas Orellano
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Am Bantiger standen am Wochenende Autos illegal am Strassenrand.

Am Bantiger standen am Wochenende Autos illegal am Strassenrand.

20min/News-Scout
Dabei kam es auch zu Landschäden.

Dabei kam es auch zu Landschäden.

20min/Zoé Stoller
Bei der Gemeinde ärgert man sich über das Verhalten der Wildparkierer.

Bei der Gemeinde ärgert man sich über das Verhalten der Wildparkierer.

20min/Zoé Stoller

Darum gehts

  • Am Bantiger in der Nähe von Bern wurden am Wochenende 60 Autos mit je 120 Franken gebüsst, schätzt Leser Davide Russo.

  • Er wirft der zuständigen Gemeinde «bünzliges Verhalten» vor.

  • Kathrin Zuber ärgert sich dagegen über die Zunahme von Wildparkiererinnen – und parkierern.

  • Für den Vorwurf von Russo hat die Gemeindepräsidentin von Bolligen kein Verständnis.

Wochenende, Sonne in den Bergen, Nebel im Flachland: Viele Schweizerinnen und Schweizer nehmen das Auto und fahren dorthin, wo es nicht mehr grau ist. Der Andrang ist gerade in der Corona-Zeit so gross, dass die Parkplätze oft nicht mehr ausreichen. Die Folge ist, dass die Besucherinnen und Besucher ihre Autos dort hinstellen, wo sie nicht dürften: am Strassenrand.

«Leider ist das Phänomen seit einigen Jahren verstärkt vorhanden», sagt Kathrin Zuber, Gemeindepräsidentin von Bolligen zu 20 Minuten. Ein Grund dafür sei, dass die Agglomeration stark gewachsen ist. «Während der Corona-Zeit wurde die Zufahrt von höherer Stelle mehrmals gesperrt, weil zu viele Leute ins Gebiet kamen. Zum Beispiel im Frühling 2020», so Zuber weiter.

Aktuell greift die Gemeinde gegen die Wildparkiererinnen und Wildparkierer durch. Eine private Sicherheitsfirma kontrolliert die parkierten Autos und verteilt entsprechende Bussen.

«Gemeinde sollte froh sein»

Darüber ärgert sich 20-Minuten-Leser Davide Russo. «Ich war am Sonntag mit dem E-Bike auf dem Bantiger und habe gestaunt wie viele Fahrzeuge auf dem Bantiger waren, der Grund war offensichtlich: Alle Leute wollten in Covid-Zeiten an die frische Luft und etwas Sonne über der Nebelgrenze tanken», sagt er.

Der Gemeinde Bolligen wirft er «bünzliges Vorgehen» vor. «Ich frage mich schon, wo der gesunde Menschverstand geblieben ist», sagt er. «In Covid-Zeiten sollte der Kanton Bern und die Gemeinde Bolligen froh sein, dass die Leute an die frische Luft und nicht ins Kino oder ins Restaurant gehen und somit einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten.» Nach Russos Schätzung haben bis zu 60 Fahrzeuge am Strassenrand parkiert und eine Busse von 120 Franken erhalten.

«Die Parkierungsordnung ist klar»

«Die Leute sind willkommen, wenn sie sich an die Regeln halten», kontert Zuber. «Die Parkierungsordnung ist klar. Wenn ich in der Stadt meinen Wagen irgendwo abstelle, erhalte ich auch eine Parkbusse! Schwierigkeiten gäbe es auch, wenn eine Blaulichtorganisation Richtung Bantiger ausrücken muss – da gibt es manchmal kaum ein Durchkommen mehr.»

Rund um den Bantiger gebe es rund 75 kostenlose öffentliche Parkplätze, so Zuber. Die zu erweitern, ist kaum möglich. «Die Gemeinde hat in diesem Gebiet kein eigenes Land, um einfach mehr Parkplätze zu schaffen. Auch darf nicht einfach Landwirtschaftsland dauerhaft in Parkplätze umgenutzt werden», so Zuber.

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