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«Risikospiel»Sagt die Stadt Bern den Cupfinal ab?

Der Sicherheitsdirektor der Stadt Bern Reto Nause sorgt sich über einen möglichen Fanmarsch in der Stadt und erwägt deshalb die Absage des Cupfinals vom Ostermontag.

von
pjz
Fanmarsch von FCB-Supportern über die Kornhausbrücke: Solche Szenen will Sicherheitsdirektor Reto Nause nicht mehr tolerieren.

Fanmarsch von FCB-Supportern über die Kornhausbrücke: Solche Szenen will Sicherheitsdirektor Reto Nause nicht mehr tolerieren.

Da es sich bei Cupfinal zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich um ein sogenanntes Risikospiel handelt, darf die Stadt Bern Auflagen erteilen. Unter anderem kann Bern bestimmen, wie die Fans anreisen dürfen. Ein Fanmarsch vom Hauptbahnhof Bern durch die Innenstadt zum Stadion im Wankdorf wird vom Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause nicht geduldet. Nach dem letztjährigen Spiel zwischen dem FCB und dem Grasshopper Club Zürich verkündete er: «Das war der letzte Fanmarsch durch Bern.» Nause wird ähnliche Ausschreitungen wie vor einem Jahr nicht tolerieren.

Zurzeit laufen Verhandlungen mit rund vierzig Vertretern der Clubs, dem Fussballverband (SFV), der Stadt und den Fans. Wie die ««Basler Zeitung»» schreibt, habe Nause am Mittwoch mit seinen Kollegen in der Stadtregierung auch über die Absage des Cupfinals gesprochen. Rückenwind für eine Absage erhält er durch die kürzliche Abstimmung über das Hooligan-Konkordat im Kanton Bern.

Im Internetforum des FC Basel wird bereits heiss über den Cupfinal in Bern diskutiert. Zu lesen sind Kommentare wie «freue mich schon auf vergitterte Züge und Käfig-Begleitung bis zum Stadion» oder «vor dem Cupfinal die Stadt in Schutt und Asche legen». Ein offizielles Gesuch für einen Fanmarsch wurde in Bern jedoch noch nicht eingereicht, berichtet das «Regionaljournal» des SRF am Freitag.

Wenn die Bewilligung für den Cupfinal ganz verweigert würde, dann müsste ein neuer Austragungsort gesucht werden. Ob Basel als Ersatz einspringt, ist noch unklar. Bis zu einer definitiven Absage von Bern hält sich das Basler Präsidialdepartement mit einer Aussage zurück.

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