04.06.2015 21:25

«Unverantwortlich»

Saint Laurent schockiert mit Magermodel-Foto

Ihre Beine sind spindeldürr, am Dekolleté ist jede einzelne Rippe sichtbar. Grossbritannien hat das Werbe-Bild nun verboten.

von
scy
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Stein des Anstosses: das Yves-Saint-Laurent-Bild des ultradünnen Models in der britischen Ausgabe der «Elle». Die britische Werbeaufsicht ASA hat die Veröffentlichung nun verboten.

Stein des Anstosses: das Yves-Saint-Laurent-Bild des ultradünnen Models in der britischen Ausgabe der «Elle». Die britische Werbeaufsicht ASA hat die Veröffentlichung nun verboten.

twitter.com/PA
Ebenfalls in Grossbritannien erzürnte Designerin Stella McCartney Hunderte Menschen, weil sie auf Instagram das Bild einer hageren Frau veröffentlichte.

Ebenfalls in Grossbritannien erzürnte Designerin Stella McCartney Hunderte Menschen, weil sie auf Instagram das Bild einer hageren Frau veröffentlichte.

Instagram.com/stellamccartney
In Frankreich sind Kampagnen mit Magermodels seit Kurzem sogar gesetzlich verboten.

In Frankreich sind Kampagnen mit Magermodels seit Kurzem sogar gesetzlich verboten.

AP/Elizabeth Dalziel

Zu sehen ist eine junge Frau. Eine allerdings, die fast nur aus Haut und Knochen besteht. Die Schwarz-Weiss-Aufnahme erschien in der britischen Ausgabe des Modemagazins «Elle». Die zuständige Werbeaufsicht ASA (Advertising Standarts Authority) hat das Foto von Yves Saint Laurent jetzt aber verboten.

Das Model sei eindeutig zu dünn, heisst es auf der Website der ASA. Kritisiert werden vor allem die spindeldürren Beine, die durch die klobigen Schuhe noch magerer wirkten. «Unverantwortlich» lautet das Fazit der Behörde, weil «ungesund untergewichtig».

Nicht zum ersten Mal Ärger für YSL

Laut dem «Guardian» hat das französische Modehaus erklärt, es stimme der Einschätzung nicht zu. Gleichzeitig verzichtete es aber auf eine ausführlichere Stellungnahme.

Erst im Frühling zog die ASA eine Anzeige von Saint Laurent, die für ein Parfüm warb, aus dem Verkehr, weil sie Drogenkonsum verherrlicht habe. Zudem sammelte ein Blogger mit seiner Online-Petition «gegen schmerzhaft dünne Models» letztes Jahr rund 50'000 Unterschriften.

Breite Front gegen Magermodels

Auch sonst weht Magermodels respektive den Verantwortlichen solcher Kampagnen ein steifer Wind entgegen: Ebenfalls in Grossbritannien erzürnte Designerin Stella McCartney Hunderte Menschen, weil sie auf Instagram das Bild einer hageren Frau veröffentlichte.

In Frankreich sind knochige Mannequins seit Kurzem per Gesetz verboten.

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