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Rabatte, Namensnennung und GeschenkeDie Saisonkarten-Besitzer sind solidarisch und im Vorteil

Die Super-League-Fans zeigen Solidarität, aber auch die Clubs lassen sich nicht lumpen und bieten Rabatte und diverse Aktionen.

von
Eva Tedesco
Moritz Marthaler

  • YB

Gemäss dem Meister ist einiges geplant. Kommuniziert wird aber erst im Laufe der Woche. Die Registrierung für den Vorverkauf der Abos für die Saison 2020/21 ist aber bereits möglich. Die Berner eröffnen den Re-Start am Freitag zu Hause gegen den FC Zürich.

  • FC Zürich

Unter dem Motto: «Jetzt erscht rächt bruche mir eu!» haben FCZ-Fans verschiedene Optionen, um ihre Unterstützung zu zeigen.

- Option «Verlängerung»: Wenn man auf die Rückerstattung der Saisonkarte 2019/20 verzichtet und das Abo gleichzeitig erneuert, kann man entweder seinen Namen und/oder eine Grussbotschaft auf der Website platzieren. Zusätzlich gibt es ein FCZ-Shirt oder eine speziell designte Saisonkarte.

- Option «Nachspielzeit»: Verzichtet der Fan auf die Rückerstattung ohne Erneuerung, kann er ebenfalls eine Grussbotschaft platzieren.

- Option «Anpfiff»: Jeder, der noch kein Abo hat, aber aus Solidarität zum FCZ sich bis 30. Juni dafür entschliesst, profitiert ebenfalls vom Abo-Zusatz.

Weil die Aktion noch bis Ende Monat läuft, hat der FCZ noch keine aktuellen Zahlen. «Der Tenor ist aber sehr positiv, die Solidarität bei den Fans ist gross», sagt Finn Sulzer, Medienverantwortlicher beim FCZ.

  • FC Luzern

#Alliofstrikot nennt der FCL seine Aktion. Bei Verlängerung oder Neukauf des Saisonabos wird der Abo-Inhaber mit Namen auf dem Heim- oder Auswärtstrikot verewigt. Die Fans können die Dauerkarten entweder zum vollen Preis oder mit 20 Prozent Vergünstigung kaufen und verzichten gleichzeitig auf die teilweise Rückerstattung. Medienchef Markus Krähenbühl sagt: «Wir sind mit den Rückmeldungen zufrieden, sie sind hauptsächlich positiv.»

Spezielle Aktionen während der Geisterspiele plant der FCL nicht, Krähenbühl verrät aber: «Wir werden etwas für unsere Fans im Stadion machen, wenn wieder Zuschauer erlaubt sind.»

  • FC Lugano

Vor einer finanziellen Herausforderung steht auch Lugano. Umso grösser die Freude, als überraschende Post ins Haus flatterte. Der Fan-Club «Passione Bianconera» spendete 3500 Franken als Unterstützung. Die Offerte der Tessiner für Dauerkarten-Inhaber nennt sich «Insieme»: Bei Verzicht der Rückzahlung und Verlängerung wird ihr Name im ersten Matchprogramm der neuen Saison erwähnt. Als Bonus bei Verlängerung gibt es Gratiseintritt für alle Heimspiele im Cup obendrauf.

  • FC Basel

Als Ersatz für sechs verpasste Heimspiele können die FCB-Jahreskartenbesitzer gratis an die nächsten drei Uefa-Qualispiele im Joggeli, sobald Zuschauer zugelassen sind. Zusätzlich verlost der FCB unter seinen Abonnenten einige wenige Sitzplätze ausserhalb des Schutzkonzeptes von 300 zugelassenen Personen im Stadion.

Der FCB kündigte zudem an, dass er von den Jahreskarten auf Saisonkarten umsteigt. Wenn man jetzt eine Halbjahreskarte für die Rückrunde 2020/21 kauft, gibt es einen Rabatt von 30 Prozent. Als Dankeschön wird der Sitzplatz im Stadion mit dem Namensschild des Fans versehen. «Wir haben deutlich mehr positive und zustimmende als negative Rückmeldungen», sagt Remo Meister, Direktor Kommunikation. «So haben in den ersten 10 Tagen rund 3600 Fans (Stand: 15. Juni, Anmerk. d. Red.) ein Halbjahresabo bestellt.» Man sei aber erst dabei, die Feedbacks zu verarbeiten und auch eine Art «Helpdesk» zu betreiben. Ob es weitere Aktionen im leeren Stadion geben wird, ist aktuell Teil von Gesprächen, sagt Meister.

  • FC St. Gallen

Bei Verzicht der Rückerstattung und Verlängerung wird der Name des Saisonkartenbesitzers auf einer XXL-Wand vor der Haupttribüne im Kybunpark verewigt. Als Ersatz gibt es Gratiseintritt für Test- und Cupspiele und allfällige Uefa-Qualifikationsspiele.

Beim Leader der Super League zeigt der 12. Mann grosse Solidarität. Rund 6500 Jahreskarteninhaber (Stand: 15. Juni) haben während der Aktion #ZÄMÄHEBÄ auf Rückerstattung verzichtet und ihre Abos verlängert. Das zeige, wie verwachsen und verwurzelt die Fans mit dem Verein sind, sagt Präsident Matthias Hüppi im Club-TV. «Wir sind zudem dabei, Kompensationsmöglichkeiten für unsere Sponsoren zu schaffen», sagt Ivo Forster, CEO FC St. Gallen Event AG, «zum Beispiel mit einem 120 Meter langen Transparent auf der Tribüne, auf dem alle Logos zu sehen sind.»

  • FC Thun

Thun stattet seine Anhänger, die eine Saisonkarte verlängern oder neu kaufen, mit einer Saisonkarten-Flagge aus. Verlängert man die Jahreskarte bis 30. Juni, gibt es ein Stadion-Shirt und einen 100-Franken-Gutschein für den Ticketshop obendrauf. Weil derzeit keine Zuschauer im Stadion zugelassen sind, kann man einen «Stellvertreter» auf einem Sitz platzieren: ein T-Shirt mit seinem Namen drauf.

  • Xamax

Xamax verlost 30 Plätze unter seinen Abonnenten. 20 Karten gehen an Supporterclub-Mitglieder. Das gilt zunächst für die Partien gegen Thun und den FCB. Darüber hinaus wurden alle Saisonkarten-Inhaber schriftlich informiert, dass die Tickets für die entfallenden Heimspiele gegen Thun, Basel und St. Gallen in der neuen Saison gegen einen Platz in der entsprechenden Kategorie eingetauscht werden können.

  • Servette

In Genf kommen 20 Abonnenten durch Losentscheid in den Genuss, die Partie gegen Lugano im Stadion verfolgen zu können. Fans, die zudem ihre Saisonkarte verlängern, erhalten die sieben Geister-Heimspiele pro rata angerechnet.

  • FC Sion

Die Walliser verlosen unter den Abonnenten gar 75 Plätze für die nächsten zwei Heimspiele. Zudem soll es eine Abo-Aktion für die Saisonkarteninhaber für die neue Saison geben, aber noch ist nichts definiert.

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