Bernhard Heusler: «Salah halten zu wollen, wäre eine Illusion gewesen»

Aktualisiert

Bernhard Heusler«Salah halten zu wollen, wäre eine Illusion gewesen»

FCB-Präsident Bernhard Heusler spricht über den grössten Deal der Vereinsgeschichte und erklärt, weshalb die Klub-Leitung den Vertrag mit Murat Yakin angepasst hat.

Der Verkauf von Mohamed Salah zu Chelsea ist für den FCB ein weiterer Meilenstein. Der Rekordtransfer (für wohl mehr als 20 Millionen Franken) belegt, in welcher Preisklasse sich der Schweizer Meister inzwischen bewegt. Der Titelhalter wird auch ein fünftes Geschäftsjahr in Serie profitabel wirtschaften. «Für die Marktsituation in der Schweiz ist das speziell und ginge auch nicht ohne das internationale Geschäft», betont Heusler gegenüber der Sportinformation.

Die vorzügliche Positionierung

Der Gigant aus London sei ihnen höchst respektvoll begegnet, sagt Bernhard Heusler im Interview mit der Sportinformation über die Verhandlungen und Gespräche, «die in einer extrem angenehmen, von Vertrauen geprägten Atmosphäre stattgefunden haben». Der Basler Klub-Chef denkt, dass ihre gute, in den letzten Jahren hart erarbeitete Anerkennung enorm viel zähle: «Unsere internationale Position lügt nicht in den Augen der Konkurrenz.»

Heusler war relativ schnell klar, dass es eine Illusion gewesen wäre, den Ägypter viel länger halten zu können. Ihr Wunsch war zunächst, Salah erst nach der Rückrunde abzutreten. «Aber irgendwann gibt es dann eine gewisse Macht des Faktischen. Wenn einer aus den Top 5 Europas kommt und einem Spieler einen x-fach höher dotierten Fünfjahresvertrag vorlegt, dann ist es einfach nur naiv zu glauben, man müsse dem Spieler sagen, er soll doch noch ein halbes Jahr oder länger bleiben.»

Vertrauensbeweis für Yakin

Die während Wochen anhaltende Debatte um Trainer Murat Yakin hat Basel mit einer Anpassung des Vertrags entschärft. Heusler dementiert zwar, den Schritt primär zur Eingrenzung der Spekulationen eingeleitet zu haben: «Nicht primär.» Nach Abwägung aller Pros und Contras seien sie zum Schluss gelangt, dass «Yakin sich unser Vertrauen verdient und erarbeitet hat». Wenn dadurch in der Wahrnehmung der Leute rund um den Klub «etwas Ruhe einkehrt, ist das ein willkommener Nebeneffekt». (si)

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