Ende der Polemik: Salah stellt sich den israelischen Medien
Aktualisiert

Ende der PolemikSalah stellt sich den israelischen Medien

Der FCB tritt in Tel Aviv zum CL-Rückspiel an. Das Hauptthema ist aber nicht die Partie in Israel, sondern die Polemik um Basels Ägypter Mohamed Salah.

von
Eva Tedesco
Tel Aviv

Auf ägyptischen Internetseiten waren in den letzten Tagen Aussagen aufgetaucht, dass die beiden FCB-Ägypter Mohamed Salah und Mohamed Elneny wegen der ungelösten Frage um Palästina die Reise nach Israel verweigern würden. An der Pressekonferenz am Montagabend griffen die israelischen Medienschaffenden das Thema natürlich auf, obwohl FCB-Trainer Murat Yakin schnell klarmachte, dass er nur Fragen zum Spiel beantworten werde.

Doch die Israeli liessen nicht locker, bis FCB-Präsident Bernhard Heusler eingriff und Stellung bezog: «Wir betreiben keine Politik, egal ob die Spieler aus Ägypten, Italien oder Frankreich kommen. Die beiden haben sich für den Sport entschieden und das finden wir gut. Der FCB wird das Spiel mit allem sportlichen Respekt austragen.» Erschrocken war man dennoch, welche Dynamik ein Facebook-Eintrag, der gar nicht von Salah stammte, ausgelöst hat. «Uns haben die Spieler nie gesagt, dass sie nicht nach Israel mitreisen wollen. Deshalb haben wir auch nicht anders kommuniziert», so Heusler.

Das Hoffen auf Fairplay

Als sich Salah wenig später den Medien persönlich stellte und bekäftigte, er sei «mit meiner Mannschaft hierhergekommen, um in der Champions League weiterzukommen und um Fussball zu spielen», war das Thema durch. Captain Marco Streller und der FCB hoffen nun auch auf eine faire Stimmung während des Spiels. Zudem weist Maccabi seine Fans auf der Klubhomepage explizit auf die Fairplay-Regeln der Uefa hin.

Sportlich gesehen kann der Schweizer Meister wieder auf die zuletzt in St. Gallen abwesenden Marco Streller, Valentin Stocker (gesperrt) und Philippe Degen (krank) zurückgreifen, um das dünne 1:0-Polster aus dem Hinspiel im Joggeli zu verteidigen. Yakins Rezept: «Wir müssen den Gegner früh stören und verhindern, dass Maccabi sein Spiel machen kann. Ich bin aber sehr zuversichtlich, denn wir sind der FCB und wollen gewinnen. Jeder Spieler weiss schliesslich, was auf dem Spiel steht.»

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