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Salomonen: Opferzahl steigt – Tausende wurden obdachlos

Durch den Tsunami auf den Salomonen-Inseln im Südpazifik sind tausende Menschen obdachlos geworden. Die Regierung rief den Notstand aus.

Nach dem Tsunami sind viele Gegenden auf den Salomonen-Inseln noch immer von der Aussenwelt abgeschnitten. Das gesamte Ausmass der Naturkatastrophe war daher auch gestern nicht absehbar. Die Behörden bestätigten zunächst 28 Todesopfer, rechneten aber damit, dass die Zahl weiter steigt. Den Überlebenden mangelte es derweil an Essen, Trinkwasser und medizinischer Versorgung.

Eine Sprecherin des Krisenstabs schätzte, dass die gewaltige Flutwelle am Montag mehr als 900 Hütten und Häuser zerstörte. Mindestens 5000 Menschen seien obdachlos geworden, viele davon in der Stadt Gizo. Das Rote Kreuz befürchtete, dass sich die Situation in schwer zugänglichen kleineren Ortschaften noch dramatischer darstellt.

Mehr als zwei Dutzend Nachbeben erschütterten die Region bis gestern Abend, darunter zwei der Stärke 6,2. Das Seebeben, das am Montag den Tsunami auslöste, hatte eine Stärke von 8,1. Sein Epizentrum lag etwa 40 Kilometer von Gizo entfernt. Die Flutwelle war bis zu fünf Meter hoch (20 Minuten berichtete).

(AP/SDA)

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