08.07.2016 08:40

«Keine Einigung»Salt-Abos fliegen bei Mobilezone raus

Salt und Mobilezone konnten sich nicht auf die Weiterführung ihrer Verträge einigen. Deshalb führt der Handyverkäufer keine Salt-Abos mehr.

von
F. Lindegger
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Auf diesem Bild ist das Salt-Logo noch zu sehen. Doch seit Anfang Juli sind die Salt-Angebote bei Mobilezone verschwunden.

Auf diesem Bild ist das Salt-Logo noch zu sehen. Doch seit Anfang Juli sind die Salt-Angebote bei Mobilezone verschwunden.

Keystone/Christian Beutler
Der Grund: Die beiden Firmen wurden sich nicht über ihre künftige Zusammenarbeit einig.

Der Grund: Die beiden Firmen wurden sich nicht über ihre künftige Zusammenarbeit einig.

Keystone/Christian Beutler
Das dürfte auch mit der Strategie von Salt zusammenhängen, sich vermehrt auf eigene Shops zu konzentrieren.

Das dürfte auch mit der Strategie von Salt zusammenhängen, sich vermehrt auf eigene Shops zu konzentrieren.

Keystone/Gaetan Bally

Seit dem 1. Juli können können bei Mobilezone keine Salt-Abos mehr abgeschlossen werden. «Salt hat Mobilezone einen Vertrag zur Weiterführung der Vertriebspartnerschaft offeriert. Allerdings konnte keine Einigung über die Konditionen gefunden werden», sagt der Telekomanbieter zu 20 Minuten. Der gleiche Vertrag sei von anderen Vertriebspartnern akzeptiert worden.

Mobilezone erklärt zum Aus der Zusammenarbeit: «Es hat sich in den letzten Monaten gezeigt, dass die Geschäftsstrategien von Mobilezone und Salt zu unterschiedlich sind und eine weitere Zusammenarbeit mit attraktiven Angeboten für den Endkunden nicht sinnvoll gestaltet werden kann.»

Salt fokussiert sich auf eigene Shops

Dass Salt und Mobilezone künftig nicht mehr zusammenarbeiten, passt durchaus zur neuen Strategie der Telekomfirma. Sie will sich beim Verkauf ihrer Produkte laut eigenen Angaben vermehrt «auf die eigenen Kanäle konzentrieren». Das heisst, Salt möchte Abos und Geräte lieber in den eigenen Geschäften sowie im Online-Shop verkaufen.

Das ist für den Anbieter lukrativer, da keine Provisionen an Dritte bezahlt werden müssen. Allerdings betont Salt, dass auch Partnerschaften weitergeführt würden. Etwa mit der Post, mit der seit Mai eine eigene Abo-Reihe angeboten wird.

Mobilezone bietet eigene Abos an

Für den Handyverkäufer Mobilezone könnte das Ende der Zusammenarbeit mit Salt finanzielle Folgen haben, wenn die wegfallenden Provisionen bei Salt-Abos nicht kompensiert werden können. Mobilezone wollte sich zu diesem Punkt nicht äussern, erklärt aber, dass man weiterhin über ein «sehr gutes Partnernetz mit Herstellern und Operator (Swisscom, Sunrise, UPC, Talk Talk)» verfüge.

Mobilezone wurde in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem Mitbewerber der etablierten Mobilfunkanbieter. 2013 übernahm Mobilezone den Schweizer Anbieter Talk Talk, der eigene Mobil- und Internetabos vertreibt. Per Ende 2015 zählte Talk Talk rund 18'000 Kunden. Da das Abo-Geschäft sehr profitabel ist, will das Unternehmen diese Zahl möglichst bald auf 100'000 steigern.

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