Abzocke oder Fehler?: Salt mahnt Kunde wegen Betrag von 0.00 Franken
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Abzocke oder Fehler?Salt mahnt Kunde wegen Betrag von 0.00 Franken

Weil noch ein Betrag von 0 Franken offen sei, drohte der Telekommunikationsanbieter Salt mit einer Betreibung. Der Kunde ist verärgert.

von
miw
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Adressat Michael (Name geändert) ist brüskiert – eine Betreibung, obwohl er sich nichts zuschulden kommen liess?

Adressat Michael (Name geändert) ist brüskiert – eine Betreibung, obwohl er sich nichts zuschulden kommen liess?

«Wir haben festgestellt, dass der Betrag von CHF 0.00 immer noch ausstehend ist», heisst es in einem Schreiben von Salt an den ehemaligen Kunden.

«Wir haben festgestellt, dass der Betrag von CHF 0.00 immer noch ausstehend ist», heisst es in einem Schreiben von Salt an den ehemaligen Kunden.

Laut dem Unternehmen handelt es sich beim Brief um einen Systemfehler. «Der Betrag muss selbstverständlich nicht bezahlt werden», sagt Pressesprecher Benjamin Petrzilka.

Laut dem Unternehmen handelt es sich beim Brief um einen Systemfehler. «Der Betrag muss selbstverständlich nicht bezahlt werden», sagt Pressesprecher Benjamin Petrzilka.

«Wir haben festgestellt, dass der Betrag von CHF 0.00 immer noch ausstehend ist», heisst es in einem Schreiben von Salt an einen ehemaligen Kunden. Nicht nur Mahngebühren von 30 Franken wurden dem vermeintlichen Schuldner belastet, auch mit der Betreibung droht ihm der Mobilfunkanbieter. Nach Ablauf einer einwöchigen Frist sehe man sich gezwungen, eine «Inkassostelle mit dem Einzug dieser Forderung zu beauftragen».

Adressat Michael* ist brüskiert – eine Betreibung, obwohl er sich nichts zuschulden kommen liess? 30 Franken Mahngebühr wegen eines «offenen» Betrags von 0 Franken? Bereits vor einem halben Jahr habe er das Abo gekündet, «und nun bekomme ich diese Mahnung, obwohl überhaupt nichts mehr offen ist», meint Michael. verärgert und fragt sich gleichzeitig: «Werde ich hier vielleicht abgezockt?»

Fehler im System

Salt dementiert – beim Brief handle es sich um einen Systemfehler. «Der Betrag muss selbstverständlich nicht bezahlt werden», sagt Pressesprecher Benjamin Petrzilka. Es wäre für Michael wohl auch ein Ding der Unmöglichkeit geworden, einen Betrag von 0 Franken einzubezahlen.

*Name geändert

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