Aktualisiert 03.02.2005 00:44

Salz wird zur Mangelware

13 440 Tonnen Salz hat der Kanton Zürich Anfang Winter eingelagert. Weil Frau Holle so tüchtig ist, ist jedoch bereits die Hälfte davon verbraucht.

Weisse Flecken auf Strassen und Trottoirs zeugen von den emsigen Arbeitseinsätzen des Tiefbauamtes. Aufgrund der schwankenden Temperaturen musste in den letzten Tagen immer wieder nachgesalzen werden. Alleine auf Kantonsgebiet (ohne die Städte Zürich und Winterthur) werden derzeit täglich 550 Tonnen Salz gestreut. «Wir haben noch etwa 7000 Tonnen an Lager», erklärt Strasseninspektor Felix Muff auf Anfrage. Wenn es so winterlich bleibt, könnte es aber prekär werden: «Deshalb sind wir bereits daran, Salz nachzubestellen», so Muff.

Doch der nachträgliche Bedarf hat einen Haken: Auch die Preise sind zu dieser Jahreszeit gesalzen. Muff: «Wir bezahlen derzeit 25 Prozent mehr als im Sommer.» Wie viel jeweils benötigt wird, sei aufgrund der unterschiedlichen Winter im voraus schwierig abzuschätzen.

Heuer dürfte es einer der härteren sein: Alleine in der Stadt stehen laut Jeannette Jutzeler vom städtischen Tiefbauamt seit eineinhalb Wochen 246 Personen mit 160 Fahrzeugen im Dauereinsatz. «Immerhin müssen täglich über 1000 Kilometer Trottoir – eine Strecke von Zürich bis nach Barcelona – und 750 Strassenkilometer freigeschaufelt und gesalzen werden», so Jutzeler.

Sandra Hänni

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