Super League: Salzstängeli gegen die Gluthitze
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Super LeagueSalzstängeli gegen die Gluthitze

Wetterfrösche sagen für das Wochenende über 30 Grad voraus. Die Hitze setzt auch den Fussballern zu. So bereitet sich die Super League auf den heissen zweiten Spieltag vor.

von
E. Tedesco
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Die Hitze macht den Sportlern zu schaffen. «Die Vorbereitung beginnt schon am Vortag, wenn wir den Spielern nahelegen, viel zu trinken, damit der Flüssigkeitsspeicher voll ist», sagt Marco Dobler.

Die Hitze macht den Sportlern zu schaffen. «Die Vorbereitung beginnt schon am Vortag, wenn wir den Spielern nahelegen, viel zu trinken, damit der Flüssigkeitsspeicher voll ist», sagt Marco Dobler.

Andy Mueller
Dobler (r.) ist Leiter der medizinischen Abteilung beim FC Luzern.

Dobler (r.) ist Leiter der medizinischen Abteilung beim FC Luzern.

FreshFocus/Martin Meienberger
Pro Halbzeit werden zudem Trinkpausen eingelegt. Neben Eimern mit Wasser am Spielfeldrand können auch nasse und gekühlte Handtücher gegen den Hitzestau helfen.

Pro Halbzeit werden zudem Trinkpausen eingelegt. Neben Eimern mit Wasser am Spielfeldrand können auch nasse und gekühlte Handtücher gegen den Hitzestau helfen.

FreshFocus/Andreas Meier

Dieser Sommer ist gnadenlos! Die Schweizer flüchten in die Badis und Seen und halten sich vorzugsweise im Schatten auf. Das können die meisten Fussballer, die am Wochenende im Einsatz stehen, nicht. Fussball bei Temperaturen über 30 Grad ist aber eine besonders schweisstreibende Angelegenheit. Das Hitzehoch ist für den menschlichen Organismus eine Belastung und unter Umständen gefährlich für die Gesundheit.

Das jüngste Beispiel: Leverkusen-Profi Karim Bellarabi erlitt beim Testspiel gegen Wuppertal am Dienstag einen Kreislaufkollaps und musste ins Spital eingeliefert werden. Das sollte für die Super-League-Clubs Warnung genug sein, denn am Wochenende werden erneut Temperaturen um die 30 Grad erwartet. Besonders hart trifft es jene Teams, die am Sonntagnachmittag im Einsatz stehen. Vor allem den FC Luzern und den FC Thun, die im Berner Oberland auf Kunstrasen antreten müssen. Denn die Hitze reflektiert und fängt sich im Kunststoff des Plastikrasens in der Stockhorn Arena.

Auf Kunstrasen wirds noch wärmer

«Die Vorbereitung beginnt schon am Vorabend des Spiels, wenn wir die Spieler anhalten, noch mehr zu trinken, um den Flüssigkeitsspeicher zu füllen», sagt Marco Dobler, Leiter der medizinischen Abteilung beim FCL. Vor dem Spiel gibt es Salzstängeli. Denn Kohlenhydrate und Salz binden Wasser im Gewebe. Eisbäder in der Pause, Wasserduschen aus Eimern am Spielfeldrand oder gekühlte Handtücher sind weitere mögliche Massnahmen. Zudem gibt es pro Halbzeit eine Trinkpause auf Geheiss der Liga.

Wichtig sei es, nach dem Spiel den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen. «Auf Kunstrasen ist es noch einmal viel wärmer, das heisst, die Massnahmen müssen noch ernster genommen werden», erklärt Dobler.

Auch der FC Basel muss am Samstag – bei Aufsteiger Xamax – auf dem ungeliebten Plastik antreten. Die Bebbi können ihre Partie aber am Samstagabend austragen. Die Sonneneinstrahlung ist beim Kick-off um 19 Uhr nicht mehr ganz so stark. Die Temperaturen am Neuenburgersee sollen laut Wettervorhersage dann noch um die 28 Grad betragen.

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