Aktualisiert 09.02.2015 04:50

Grammy Awards

Sam Smith räumt in drei Königs-Kategorien ab

Mit total vier Grammys ist Sam Smith der absolute Gewinner der Verleihung in Los Angeles. Der Preis für das beste Album ging überraschend an Beck.

von
kko
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Der britische Sänger Sam Smith hat am 8. Februar 2015 den Grammy als bester neuer Künstler gewonnen.

Der britische Sänger Sam Smith hat am 8. Februar 2015 den Grammy als bester neuer Künstler gewonnen.

Keystone/AP/Jordan Strauss
Im vergangenen Jahr war dem 22-Jährigen mit seinem Hit «Stay With Me» der internationale Durchbruch gelungen.

Im vergangenen Jahr war dem 22-Jährigen mit seinem Hit «Stay With Me» der internationale Durchbruch gelungen.

Keystone/AP/Jordan Strauss
Smith räumte aber auch die Grammys der Königs-Kategorien «beste Single» und «beste Aufnahme» des Jahres ab.

Smith räumte aber auch die Grammys der Königs-Kategorien «beste Single» und «beste Aufnahme» des Jahres ab.

Keystone/AP/John Shearer

Der 22-jährige Sam Smith hat bei der Grammy-Verleihung abgeräumt. Der britische Liedermacher setzte sich bei der Gala in Los Angeles mit seinem Soul-Hit «Stay with me» gegen die australische Rapperin Iggy Azalea («Fancy»), die australische Sängerin Sia («Chandelier»), den US-Countrystar Taylor Swift («Shake it off») und US-Popsängerin Meghan Trainor («All about that Bass») durch.

Zuvor war Sam Smith bereits als bester neuer Künstler des Jahres ausgezeichnet worden. Ausserdem holte er mit seinem Langspieler «In the Lonely Hour» den Grammy für das beste Pop-Gesangsalbum.

«Oh Gott. Jetzt muss ich mich anstrengen und etwas sagen, ohne zu weinen. Danke!», sagte Smith, als er den begehrten US-Musikpreis im Staples Center entgegen nahm.

Der Soul-Pop-Song «Stay with me» gewann auch in der Kategorie beste Aufnahme des Jahres. Smith nahm den Preis zusammen mit seinem Produzententeam entgegen. «Das ist der beste Abend meines Lebens», kommentierte Smith.

Beck überraschend mit bestem Album

Der kalifornische Sänger Beck hat den Grammy für das beste Album des Jahres gewonnen. Ausgezeichnet wurde am Sonntag in Los Angeles sein abgeklärt sanftes Werk «Morning Phase», das im Vorfeld viel Lob von Kritikern bekommen hatte. Beck setzte sich in der Sparte gegen Beyoncé, Ed Sheeran, SamSmith and Pharrell durch.

Beck hat damit in seiner Karriere bereits drei Grammys abgeräumt. In den 1990er Jahren bekam er zwei Trophäen für die beste alternative Rock-Darbietung sowie eine für den besten männlichen Rock-Gesang für seine Nummer «Where It's At.»

Pharrell feiert drei Erfolge

Pharrell Williams triumphierte mit seinem Hit «Happy» in den Kategorien «Bestes Musikvideo» und «Beste Pop-Solodarbietung». Ausserdem holte er mit der Platte «Girl» den Grammy in der Kategorie «Bestes Urban-Contemporary-Album».

Beyoncé konnte sich zunächst über zwei Grammys freuen: Der US-Popstar gewann mit dem gemeinsam mit ihrem Ehemann Jay-Z gesungenen Duett «Drunk in Love» in der Kategorie «Bester R&B-Song», ihre Platte «Beyoncé» erhielt die Auszeichnung in der technischen Kategorie «Bestes Raumklang-Album».

Deutschlands Klassik-Erfolg

Deutschland verzeichnete auch bei den diesjährigen Grammys im Bereich der klassischen Musik Erfolge. Das kleine Musiklabel CPO aus dem niedersächsischen Georgsmarienhütte wurde für die beste Opernaufnahme ausgezeichnet («La descente d'Orphée aux enfers» des französischen Komponisten Marc-Antoine Charpentier). Unter den Gewinnern war auch wieder die Deutsche Grammophon mit einem Album der US-Violinistin Hilary Hahn, das einen Grammy für die beste Kammermusikdarbietung erhielt.

Enttäuscht wurden dagegen die Hoffnungen des Osnabrücker DJs Robin Schulz, der mit dem Dance-Song «Waves» in das Rennen um die beste Remix-Aufnahme gegangen war. Den Grammy gewann der niederländische DJ Tiësto. Zwei deutsche Sound-Spezialisten gingen ebenfalls leer aus: Der Tonstudio-Inhaber Günter Pauler und sein Toningenieur Hans-Jörg Maucksch aus dem niedersächsischen Northeim waren mit ihrer Aufnahme der Platte «Epics of Love» der chinesischen Sängerin Song Zuying in der technischen Kategorie «Bestes Raumklang-Album» nominiert - und unterlagen dem Album «Beyoncé» der gleichnamigen R&B-Sängerin.

Sam Smith nimmt Glückwünsche von Taylor Swift entgegen.

Pharrell Williams mit seiner Ehefrau.

(kko/sda)

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