Aktualisiert 09.12.2007 12:32

Samenspender soll Alimente zahlen

Ein lesbische Paar hat einen Kinderwunsch. Was fehlt, ist der männliche Samen. Den spendet ein Brite unter der Voraussetzung, keine Verpflichtungen einzugehen. Jetzt soll er trotzdem zahlen.

Sharon und Terri Arnold wollten ein Baby, doch ohne einen Mann konnte dieser Wunsch nicht in Erfüllung gehen. Andy Bathie wollte helfen und einigte sich privat mit dem lesbischen Pärchen auf eine Samenspende. Im Gegenzug sicherten die Frauen dem 37-Järhigen zu, er würde weder emotionale noch finanzielle Verpflichtungen eingehen, berichtet die österreichische Zeitung «Die Presse». Jetzt soll er dennoch Alimente zahlen, fordert Terri Arnold – und hat gute Aussichten auf einen juristischen Erfolg.

Die Mutter begründete ihr Verhalten in einem Interview mit dem englischen TV-Sender «GMTV», damit, dass Bathie selbst seine Meinung geändert und sich an der Erziehung des Kindes beteiligt habe. «Er hat zwei Jahre lang die Vaterrolle für meine Tochter gespielt», sagte die Mutter in einem Interview mit dem englischen TV-Sender «GMTV». Das könnte Bathie jetzt zum Verhängnis werden: Nur anonyme Spender, die in lizenzierten Fruchtbarkeitskliniken ihren Samen abgeben, werden von den Vaterpflichten befreit.

«Männer, die auf irgendeine Weise ihre Spermien spenden, sind legal gesehen der Vater der Kinder mit allen Verantwortlichkeiten, die dazugehören», fasste ein Behördensprecher zusammen. Der Spender selbst versteht die Welt nicht mehr. «Ich habe ja gar keine bösen Absichten, ich verstehe nur nicht, warum ich für das Kind eines anderen Paares zahlen soll.» Sharon und Terri Arnold haben sich zwischenzeitlich übrigens getrennt.

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