Aktualisiert 18.07.2016 12:23

Gurtenfestival 2016

Sammler holen, was das Partyvolk hinterlassen hat

Keine Spur von einem Kater am Tag danach. Bereits frühmorgens sind Helfer und Sammler auf dem Gurten daran, die Spuren des Festivals zu beseitigen.

von
aha
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Wo bis am Sonntag noch Zelt an Zelt stand, liegen am Montag noch einzelne Zelte und allerlei Abfall am Boden.

Wo bis am Sonntag noch Zelt an Zelt stand, liegen am Montag noch einzelne Zelte und allerlei Abfall am Boden.

20 Minuten/aha
Ein einsames Zelt wartet auf sein Schicksal.

Ein einsames Zelt wartet auf sein Schicksal.

20 Minuten/aha
Charlene und Jonathan gehören zu den Schnäppchen-Jägern. Ohne lange zu zögern, packen sie ein liegengebliebenes Zelt ein.

Charlene und Jonathan gehören zu den Schnäppchen-Jägern. Ohne lange zu zögern, packen sie ein liegengebliebenes Zelt ein.

20 Minuten/aha

Früher Vogel fängt den Wurm, oder in diesem Fall: Die Frühaufsteher finden die Zelte. Am Morgen nach dem letzten Gurtentag schlendert ein Dutzend Personen über den nun fast leeren Zeltplatz. Darunter auch Stefan Moser mit seinem Sohn. Die zwei haben gleich vier Zelte abgestaubt. «Für jedes Kind eines», so der Vater. Bereits um halb sieben Uhr morgens seien sie auf den Gurten gekommen. Und mit ihnen auch eine Gruppe Asiaten, erzählt Moser. «Diese wollten zuerst die Zelte auf dem Helfer-Zeltplatz mitnehmen. Aber sie wurden rasch darauf aufmerksam gemacht, dass diese Zelte tabu sind.» Er vermutet, dass es Touristen waren, die später Campieren wollen.

Ein Gratis-Zelt für Jonathan

Die Festivalbesucher haben aber nicht nur Zelte zurückgelassen. Auch Camping-Stühle, Schlafsäcke und Luftmatrazen sind zu finden. Die drei Berner Charlene, Jonathan und Ramona sind extra früh aufgestanden, um sich auf die Suche nach Brauchbarem zu machen. «Mein Zelt ist kaputt gegangen», begründet Jonathan seine Anwesenheit auf dem Gurten. Bereits nach kurzer Zeit finden sie ein Zelt, das Charlene und Jonathan kurzerhand einpacken. «Wir waren nicht am Festival», so Jonathan. «Aber so helfen wir ja auch den Helfern beim Aufräumen.» Ramona hat derweil einen intakten Camping-Stuhl entdeckt und in eine Plastiktüte gestopft. Zufrieden mit der Beute macht sich das Trio anschliessend wieder auf den Weg zurück in die Stadt.

Abbau dauert zwei Wochen

Auf dem Festivalgelände laufen derweil die Abbau- und Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Die drei Bühnen werden langsam aber sicher zurückgebaut und auch die Betreiber der verschiedenen Foodstände räumen den Abfall der vergangenen Tage weg. Wieviel Abfall die Gurtenbesucher hinterliessen, kann Gurten-Mediensprecher Simon Haldemann aktuell noch nicht sagen, dazu sei es noch zu früh. «Die Gurtenbesucher waren dieses Jahr sehr vorbildlich.» Ausserdem habe man auch rund um die Uhr dafür gesorgt, dass das Gelände nicht zur Müllhalde verkam. Bis auch das letzte Gerüst den Gurten verlässt wird es aber noch etwas dauern: «Wenn alles nach Plan läuft, dann sind wir in zwei Wochen fertig», so Haldemann.

Rodelbahn fährt am Mittwoch wieder

Ebenfalls am Montagmorgen auf dem Gurten anzutreffen ist Bernhard Schmocker, der Leiter der Gurtenbahn. Er will überprüfen, ob die neue Rodelbahn das Festival gut überstanden hat. «Das Festival war sehr ruhig», sagt Schmocker. Es habe keine Zwischenfälle mit der Bahn gegeben, sie wurde auch bewacht, so Schmocker. Deshalb rechne er fest damit, dass die Attraktion am Mittwoch wieder in Betrieb genommen werden kann.

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