Ungemach für Apple: Samsung will iPhone 5 verbieten lassen
Aktualisiert

Ungemach für AppleSamsung will iPhone 5 verbieten lassen

Nachdem Apple den Verkauf des neuen Galaxy Tablets in mehreren Ländern stoppte, wollen die Südkoreaner das kommende iPhone 5 in ihrem Heimatmarkt verbieten lassen.

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owi/sda
Samsung dreht den Spiess um. Die Asiaten gehen in Südkorea und Australien gegen Apple vor.

Samsung dreht den Spiess um. Die Asiaten gehen in Südkorea und Australien gegen Apple vor.

Nachdem Apple wegen angeblichen Patentverletzungen ein Verkaufsverbot für das neue Galaxy Tab 10.1 in Deutschland erwirkt hatte, holt Samsung zum Gegenschlag aus. Der südkoreanische Elektronikriese strebt laut einem Bericht der Zeitung «The Korea Times» in seinem Heimatland ein Verkaufsverbot für das iPhone 5 an, sobald es dort erscheint.

Damit drehen die Asiaten den Spiess um in einem unendlich erscheinenden Rechtsstreit. Die Streithähne bekämpfen sich inzwischen mit 23 Klagen in diversen Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Australien. Apple wirft Samsung vor, wichtige Produktideen vom iPad und iPhone gestohlen und in eigenen Tablets und Smartphones wiederverwendet zu haben. In der Folge gelang es Apple, eine einstweilige Verfügung gegen den Verkauf des aktuellen Galaxy Tab 10.1 in Deutschland zu erwirken. Samsung musste daraufhin den Verkaufsstart verschieben. Ein EU-weites Verkaufsverbot für das Galaxy Tab 10.1 wurde hingegen vor wenigen Wochen aufgehoben.

Im Kampf der Smartphone-Könige wird mit harten Bandagen zu Werk gegangen. So wurden Mitte August Vorwürfe laut, Apple habe vor Gericht vorgelegte Beweise gefälscht (20 Minuten Online berichtete).

Gegenklage in Australien

Samsung holt auch in Down Under zum Gegenschlag aus. Bei einem australischen Gericht hat der Konzern Gegenklage gegen Apple eingereicht. Patente, die die Kassenschlager iPhone und iPad des US-Konzerns betreffen, verletzten sieben in Australien gehaltene Patente von Samsung, heisst es in der Klageschrift. Zudem seien von Apple gehaltene Patente gar nicht gültig und müssten vom Gericht rückgängig gemacht werden, teilte Samsung Electronics in Australien am Montag mit.

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