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Samurai: «Ex-MusicStar Sergio wird unterschätzt»

Der Mundart-Rap erobert die Clubs: Der Zürcher Samurai aka Sam Oibel bringt den Crunk in die Schweiz. Mit 20 Minuten sprach er über Discos, MusicStars und Randgruppen.

Du bist schon lange im Rap-Game mit dabei. Sechs Jahre nach deiner ersten Maxi kommt jetzt endlich dein Soloalbum.

Samurai: Ja, eigentlich wollte ich es schon vor Jahren rausbringen, aber dann habe ich eine Weiterbildung angefangen. Doch jetzt ist es endlich ready.

War es für dich von Anfang an klar, dass es ein clubtaugliches Album werden soll?

Samurai: Hmm, ich bin ja selber einer, der immer bei den pumpigen Tracks hängenbleibt, wenn ich eine Platte höre. Da ist es klar, dass auch meine Platte so wird (lacht).

Schafft es dank dir der Schweizer Rap in die Clubs?

Samurai: Ich hoffe doch. Aber das haben bislang noch wenige Schweizer Rapper geschafft. Es ist nicht so einfach, einen Track aufzunehmen, den man unbemerkt in ein Set mischen kann.

Auf dem Track «Down Ass Chick» featurest du Sergio Luvualu, der bei «MusicStar» mitgemacht hat. Hattest du da keine Berührungsängste?

Samurai: Nein, überhaupt nicht. Sergio versucht dieses «MusicStar»-Vorurteil loszuwerden und arbeitet verdammt hart daran. Wegen der Castingshow wird er einfach völlig unterschätzt.

Verfolgst du eigentlich die Diskussion Rap gegen SVP?

Samurai: Ja, klar. Ich stehe da voll auf der Seite von Gimma und Stress. Die Typen von der SVP müssen sich nicht wundern, dass sich endlich Widerstand regt, wenn sie nach der Randgruppe Ausländer auch noch auf die Randgruppe Rapper losgehen.

Niklaus Riegg

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